Internet-Kaufhaus Arnsberg feiert Richtfest

Was wir bereits wissen
Das Projekt Internet-Kaufhaus von Uwe Schmidtke und Klaus Willmes soll der Geschäftswelt von Arnsberg neue Chancen eröffnen.

Arnsberg..  Die Erde dreht sich weiter, die technische Entwicklung schreitet fort: Um im merkantilen Bereich den Anschluss nicht zu verpassen, haben Uwe Schmidtke und Klaus Willmes ein virtuelles Kaufhaus für den Stadtteil Arnsberg entwickelt: das „Internet Kaufhaus Arnsberg“. Dieser Plattform können alle örtlichen Gewerbetreibenden beitreten - von Oeventrop bis Niedereimer. Unterstützt wird das Projekt von der Händlerinitiative „Wir in Arnsberg“ und dem Verkehrsverein.

Bereits vor zwei Jahren, so die Initiatoren Uwe Schmidtke und Klaus Willmes, habe man das Konzept eines virtuellen Kaufhauses ins Gespräch gebracht. „Damals noch für die Gesamtstadt. Doch dann aber,“ so Schmidtke, „sind die Werbegemeinschaften anderer Ortsteile leider abgesprungen.“ Nicht abgesprungen ist dagegen der Verkehrsverein, der die Idee von Beginn an positiv begleitet habe und noch immer begleite. Ebenso wie „Wir in Arnsberg“. Beide hätten eben die vielfältigen Möglichkeiten eines solchen Angebotes erkannt.

Um das Ganze nicht einschlafen zu lassen, haben sich schließlich Schmidtke und Willmes nochmals zusammengesetzt und die Sache in Angriff genommen. Und jetzt hat das „Internet Kaufhaus Arnsberg“ Richtfest gefeiert. „Alles andere wäre auch ein Trauerspiel und eine verschenkte Chance gewesen.“ Vor allem in Zeiten immer härterer Konkurrenz und eines strammen Verdrängungswettbewerbs. Allerdings ist die Beteiligung nur noch auf die Geschäftswelt von Oeventrop bis Niedereimer beschränkt.

Das Prinzip ist ganz simpel: Der Kunde durchschreitet bequem per Rechner oder Smartphone die Eingangstür zur virtuellen Kaufhauswelt. „Dabei haben wir verschiedene Zugriffsmöglichkeiten eingerichtet,“ erläutert Uwe Schmidtke. Wer will, der kann sich so umfassend über die Angebote der beteiligten Händler und Gastronomen (besonders interessant für Touristen, Radfahrer, Spontanbesucher) informieren. Ein anderer Zugriff wirft alle besonderen Punkte im Stadtgebiet aus: wie Bahnhof, Bezirksregierung, Schlossberg, Kloster Wedinghausen oder Sauerlandmuseum.

Auf alte Stadt Arnsberg beschränkt

Punkte eben, die häufig angesteuert werden oder die für Besucher von besonderem Interesse sind. Und das alles, so Willmes, sei ganz problemlos abrufbar sowie leicht verständlich und übersichtlich strukturiert.

Bequem sei das „Internet Kaufhaus Arnsberg“ auch für die Geschäftswelt, versprechen die Macher: Die Betriebe liefern die gewünschten Texte und - falls vorhanden - den Link zur eigenen Homepage. Anschaulich aufbereitet und in das Kaufhaus eingestellt werden diese Daten dann vom Provider-Betrieb, der das virtuelle Kaufhaus betreut.

Arnsberger Adler begleitet durch das Kaufhaus

„Dafür zahlt jedes Geschäft bzw. Unternehmen 25 Euro pro Jahr,“ erklärt Willmes das Procedere. Darin enthalten die permanente Datenpflege, „damit stets alles auf dem neuesten Stand ist“, und u.a. die Smartphone-Aufbereitung.

Zugleich können Geschäfte und Gastronomiebetriebe im Internet-Kaufhaus Tag und Nacht auch Gutscheine verkaufen. Schmidtke: „Diese werden dann dem Käufer per Mail, SMS oder auf Wunsch auf dem Postweg zugeschickt.“ Ohne jeglichen Arbeitsaufwand für die Betriebe.

Abgerechnet werden die Gutscheine am Monatsende vom Provider, der vom Kunden kassiert und das Geld den Händlern/Gastronomen überweist. „Dafür müssen die Betriebe pro Gutschein lediglich eine Provision von vier Prozent zahlen.“ Nicht unwichtig: „Welches Geschäfte welche und wie viele Gutscheine verkauft,“ so Uwe Schmidtke, „das bleibt völlig anonym.“