Intelligente Leuchte am Arnsberger Brückenplatz

Leuchten können auch intelligent sein: In Arnsberg realisiert Trilux am Brückenplatz gemeinsam mit der Stadt ein Referenzobjekt für moderne Lichtmanagementsysteme.
Leuchten können auch intelligent sein: In Arnsberg realisiert Trilux am Brückenplatz gemeinsam mit der Stadt ein Referenzobjekt für moderne Lichtmanagementsysteme.
Foto: Ted Jones
Was wir bereits wissen
Am Arnsberger Brückenplatz wurden in einem Pilotprojek mit der Firma Trilux von der Stadt und Westnetz (RWE) erste intelligente Lichtpunkte aufgestellt. Die Leuchten bieten Möglichkeiten für eine digitale Vernetzung und Steuerung in der Stadt.

Arnsberg.. Die Stadt Arnsberg macht sich auf den Weg, eine „Smart City“ zu werden. Im Ortsteil Arnsberg startet im Rahmen der Umgestaltung des Brückenplatzes ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit Westnetz (RWE) als Netzbetreiber und dem heimischen Unternehmen Trilux. Die intelligente Leuchte ist der Träger für aktuelle Problemlösungen und zukünftige Nutzungsperspektiven.

Vieles ist möglich - und daran arbeiten die Entwickler bei Trilux. „Smart City gibt es aber nicht von der Stange“, sagt Stefan Metzner (43), Geschäftsbereichsleiter Außenleuchten bei Trilux, „jeder Kunde stellt sich sein Paket zusammen“. Das Prinzip aber ist überall gleich: Die Leuchte ist Ausgangspunkt für vielfältige Nutzungsoptionen durch den Einsatz und die zusätzliche Installation intelligenter Hardware.

Lösungen für den Kunstsommer

Am Brückenplatz in Arnsberg wird nicht alles gemacht, was sich Trilux ausdenkt. Hier geht es zunächst um eine Leuchte, die flexibel zu dimmen ist, die je nach Bedarf bei Veranstaltungen wie dem Kunstsommer unterschiedliche Illuminierungen zulässt, die digital vernetzt ist und über ein Lichtmanagementsystem Frühwarnungen gibt und so eine intelligente Wartung erlaubt und die durch steuerbare LED-Technik hilft, Energie zu sparen. Und natürlich kann hier auch ein Router für freies Wlan in der Stadt angebracht werden. „Die Leuchte als Infrastruktur“, erklärt Bürgermeister Hans-Josef Vogel, der sich intensiv mit dem Thema Smart City, also der digital gesteuerten Stadt, beschäftigt hat.

Trilux bietet weit mehr Optionen an. In diversen Städten wie Köln, Troisdorf oder Bremen gibt es bereits Testanlagen. Denkbar sind auch Leuchten, die die Frequenz auf Straßen und Gehwegen messen, eine Parkleitsteuerung vornehmen, Wetterdaten sammeln, für Infotainment durch Beschallungssysteme sorgen, die Beleuchtungen je nach Verkehrslage hoch- oder herabdimmen oder auch Plätze mit Kameras überwachen.

Kameras sind nicht geplant

Arnsberg kann nicht alles auf Anhieb machen. Und will auch nicht alles: „Kamerainstallationen wollen wir gar nicht“, sagt Bürgermeister Hans-Josef Vogel. Das sei rechtlich bedenklich und auch politisch umstritten. „Trotzdem werden wir Schritt für Schritt weiter gehen auf dem Weg zu einer Smart City“, so Vogel.

Das aber werde nicht flächendeckend passieren, sondern müsse bei anstehendem Austausch von Leuchten und auch nur an besonderen Orten überlegt werden. Intelligente Parkleitsteuerungen seien für eine Einkaufsstadt wic Neheim wichtig. Steuerbares Licht an Plätzen wie dem Neheimer Markt oder auch besonderen Verkehrsgefährdungspunkten müssten überlegt werden.

Stadt als Schauraum für Innovation

Bei all diesen Überlegungen stehe man eng im Austausch mit dem heimischen Unternehmen Trilux. „Es ist ja toll, dass solche Systeme hier entwickelt werden“, betont Hans-Josef Vogel, „die Technologien sind ein Schub für neue Stadtgestaltung“. Für weitere Pilotprojekte mit Trilux sei man daher immer offen, weil es „auch wichtig ist, dass wir unseren Unternehmen in der Stadt einen Schauraum bieten für moderne Produkte und Innovationen“. Vogel spricht für Stadt und Unternehmen von einer „Win-Win-Situation“.

Das Arnsberger Unternehmen Trilux sieht sich „als Systemanbieter für den smarten Lichtpunkt“, so Stefan Metzner. Die Idee der „Smart City“ erklärt er über eine „Konnektivität über alle Medien hinweg“. Ausgehend von einer Leuchte (Lichtpunkt) könnten sich Abläufe in der Stadt intelligent vernetzen. „Wir werden schauen, welche Trilux Ideen wir bei uns noch ausprobieren“, so Bürgermeister Hans-Josef Vogel.