Individuelle Familienfreundlichkeit

Das Zertifikat „Familien-Freundliches-Unternehmen im Hochsauerlandkreis“ durfte SKS-Personalchef Josef Levermann (rechts) entgegennehmen, hier mit Kay Stiefermann (links. Fa. Preuß) und Jürgen Bartholome (Stadt Arnsberg).
Das Zertifikat „Familien-Freundliches-Unternehmen im Hochsauerlandkreis“ durfte SKS-Personalchef Josef Levermann (rechts) entgegennehmen, hier mit Kay Stiefermann (links. Fa. Preuß) und Jürgen Bartholome (Stadt Arnsberg).
Foto: WP Ted Jones

Sundern..  Seit einigen Wochen besitzt auch der Sunderner Fahrradkomponenten-Hersteller SKS das Zertifikat als „Familien-Freundliches-Unternehmen im Hochsauerlandkreis“. Um dieses Prädikat zu erhalten, musste sich das Unternehmen zunächst einem mehrmonatigen Zertifizierungsprozess unterziehen. An dessen Anfang stand eine Bewerbung mit einem Selbst-Check zur Familienfreundlichkeit im Unternehmen.

Kein starres Programm

Beim Besuch einer unabhängigen Kommission wurden die Aussagen dann überprüft, einige Mitarbeiter und die Geschäftsleitung zum Thema Familienfreundlichkeit bei SKS interviewt.

Dabei wurde deutlich, dass SKS kein starres Programm an familienfreundlichen Maßnahmen anbietet, sondern in der Vergangenheit stets individuelle Lösungen gefunden hat, um familiären Bedürfnissen entgegen zu kommen.

So wurden „Telearbeitsplätze eingerichtet“, damit junge Mütter verwaltende Tätigkeiten von zu Hause aus erledigen und sich ihre Arbeitszeit frei gestalten können. Darüber hinaus gibt es besonders in der Verwaltung verschiedene Modelle der flexiblen Arbeitszeitgestaltung.

Individuelle Lösungen wurden außerdem des öfteren gefunden, wenn es darum ging, Mitarbeiter für Pflege kranker Angehöriger oder Adoption eines Kindes über längere Zeit freizustellen.

Im Verlauf der Zertifizierung haben wurden drei Impulsveranstaltungen im Kreishaus in Meschede besucht. Dabei ging es darum, bestimmte Gestaltungsmöglichkeiten zum Thema zu vertiefen und sich mit anderen Unternehmen über familienfreundliche Maßnahmen auszutauschen.

Meistens denkt man bei Familienfreundlichkeit an das Thema Kinder. Bei den Impulsveranstaltungen wurde aber deutlich, dass auch das Thema „Pflege von Angehörigen“ immer wichtiger wird.

Künftig soll das Thema Pflege noch stärker in den Fokus gerückt werden. Hier gibt es z.B. durch Modelle wie „Pflegezeit“ eine Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen. Anders als bei der Kinder-Betreuung, ist Unternehmen die Pflege von Angehörigen oft nicht bekannt. Darum ist es wichtig, dass sich Mitarbeiter ihren Vorgesetzten anvertrauen.

Langfristige Bindungen

Der gesamte Zertifizierungsprozess diente nicht nur dazu, die Ist-Situation festzustellen, sondern auch heraus zu stellen, in welchen Punkten SKS in Sachen Familienfreundlichkeit noch besser werden kann. Insgesamt soll das Thema künftig noch stärker in den Mittelpunkt rücken. „Wir streben langfristige Bindungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unser Unternehmen an“, lautet ein wichtiges Ziel des SKS-Leitbildes.

„Diese Bindung gelingt uns nur, wenn wir auch die privaten und familiären Lebensumstände unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auge behalten“, so Josef Levermann, Personalleiter bei SKS.

Als Arbeitgeber in diesem Sinne attraktiv zu sein und zu bleiben, wirke dabei sowohl ins Unternehmen hinein, als auch nach außen. Auch neue Bewerberinnen und Bewerber erhalten so ein positives Bild von SKS als Arbeitgeber.

„Das Zertifikat als familienfreundliches Unternehmen dient uns als Anerkennung für die geleistete Arbeit – aber gleichzeitig auch als Ansporn für die zukünftige Ausrichtung.“, sagt Josef Levermann zur SKS-Personalpolitik.