In Bezirksausschüssen Erfahrung sammeln
04.06.2012 | 10:26 Uhr 2012-06-04T10:26:00+0200Arnsberg. Der Stadtverband der Jungen Union Arnsberg spricht sich für den Erhalt der Bezirksausschüsse der Stadt Arnsberg aus. Sie macht sich Sorgen darum, dass durch den Wegfall dieser Gremien vor allem jungen oder noch nicht etablierten Bürgern die Möglichkeit zur politischen Mitwirkung genommen wird.
Bei allem Verständnis für Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung, so Stadtverbandsvorsitzender Manuel Brinkmann, sehe die Junge Union in einer Fusion der Bezirksausschüsse allerdings nicht das nötige Einsparpotenzial, dafür aber Unzufriedenheit und Nachlassen der guten Arbeit vor Ort voraus. „Insbesondere den jungen Bürgern bieten die Bezirksausschüsse eine gute Möglichkeit, sich aktiv in die Politik einzubringen und Erfahrungen in der politischen Arbeit zu sammeln“, erklärte Christoph Hillebrand, Vorsitzender der JU Neheim-Hüsten.
Aktuell sind sieben Mitglieder der Jungen Union in den Bezirksausschüsse der Stadt Arnsberg engagiert. Über 15 Mitglieder sind darüber hinaus in Ortsvorständen der CDU aktiv.
Das Konzept habe sich in Arnsberg über lange Zeit bewährt. Darüber hinaus würden mehrere Ausschüsse in der Stadt Arnsberg nicht nur den Jungpolitikern die Möglichkeiten geben, sich vor Ort direkt zu engagieren, anstatt die Anliegen nur anderen, gewählten Ratsmitgliedern zu überlassen. Zudem solle man darauf achten, dass es auf lokaler Ebene nicht zur vollständigen, repräsentativen Demokratie komme, da dies den Trend der Unzufriedenheit über Politik fortsetzen würde.
„Die Bürger müssen und wollen auch in Zukunft die Möglichkeit haben, sich direkt am politischen Geschehen zu beteiligen“, erklärte der Stadtverbandsvorsitzende der Jungen Union Arnsberg, Manuel Brinkmann, und führte fort, „dies ist der einzige Grund für die Sympathie, die gegenüber der Piratenpartei geäußert wird.“
Nur zur Not wolle man die Reduzierung mittragen. „Wichtig ist, dass man das Modell der Bezirksausschüsse grundsätzlich erhält“, fordert Manuel Brinkmann, „wenn man die Einwohner unserer Stadt auf den Weg zu politischen Ziele und Entscheidungen mitnehmen möchte, darf man die Bezirksausschüsse nicht ganz abschaffen“.
Folgende Mitglieder der Jungen Union sind Mitglieder oder stellvertretende Mitglieder von Bezirksausschüssen: Tobias Hartmann, Christoph Hillebrand, Sebastian Herbst, Daniel Streit, Fabian Löher, Frank Berting, Bernd Liesenfeld, Roman Wiethoff und David Meinschäfer.
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