„Immer ein tolles Erlebnis“

Tausende verfolgten wieder das Osterfeuer auf dem Arnsberger Kreuzberg. Es ist die größte Veranstaltung dieser Art im Sauerland.
Tausende verfolgten wieder das Osterfeuer auf dem Arnsberger Kreuzberg. Es ist die größte Veranstaltung dieser Art im Sauerland.
Foto: WP

Arnsberg..  Alles hat hervorragend geklappt: So kann man die Resonanz und den Ablauf der Arnsberger Osterfeuerveranstaltung am besten zusammenfassen. Tausende Gäste hatten sich auf den Weg zum Kreuzberg gemacht. Teils privat, teils mit dem Fackelzug. Und viele mit „Proviant“.

„Hauptsache es bleibt von oben trocken“, hatten sich Osterfeuerfreunde für diesen Abend zwar kein „Kaiserwetter“, aber wenigstens keine „Matschschuhe“ gewünscht. Denn das Wetter war in der vergangenen Woche die größte Sorge des Heimatbundes. Hatte noch am Montag Sturmtief „Niklas“ über dem Sauerland gewütet, waren es Tage danach Dauerregen und kalte Temperaturen, die den Veranstaltern Kopfzerbrechen bereiteten.

Von Kopfzerbrechen war am Sonntagabend aber nichts mehr zu spüren – im Gegenteil. Schon früh standen die Menschen bis weit in die Wennigloher Straße hinein Schlange, um eine der begehrten 350 Fackeln zu bekommen. Die Konfirmanden der evangelischen Gemeinde hatten zuvor das Osterlicht von der Auferstehungskirche zum Aufgang des Kreuzweges gebracht.

Klaus Kayser mit ruhiger Hand

An dieser Flamme wurde die erste Fackel angezündet und der lange Lichterzug setzte sich wenig später Richtung Osterfeuerwiese in Bewegung. Jörg Ebner, gebürtiger Arnsberger und seit langem in Soest wohnend, war mit seiner Frau Claudia und einigen Freunden aus der Bördestadt angereist, um nach zwölf Jahren mal wieder diesen Abend auf dem Kreuzberg zu genießen: „Es ist wie früher immer ein tolles Erlebnis, beim Arnsberger Osterfeuer dabei zu sein“.

Hoch über der Stadt bildeten die Fackelträger dann ein symbolisches Kreuz, Minuten später kam der große Moment für Klaus Kayser: Mit ruhiger Hand und angeleitet vom Osterfeuerausschuss-Vorsitzenden Peter Hansknecht, entzündete der ehemalige Leiter des Laurentianums und Initiator der Arnsberger und Sunderner Hospizbewegung den großen Holzstoß. Schnell loderte das Feuer in die Höhe und fraß sich im Nu hinauf bis zur blau-weißen Wipfelfahne.

Jugendwehr sorgt für Beleuchtung

Das geplante Höhenfeuerwerk verzögerte sich leider etwas, weil unbelehrbare Besucher die Absperrungen der Feuerwehr missachteten und sich unerlaubt entlang der Kreuzwegstationen aufhielten. Erst als der Weg wieder frei von Menschen war, signalisierte ein Böller den Beginn des farbenprächtigen Schauspiels.

Die musikalische Umrahmung der Osterfeuerveranstaltung hatte traditionell das Blasorchester der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft unter der Leitung von Frank Tarnas übernommen, neben Feuerwehrleuten aus Arnsberg, Wennigloh und Breitenbruch sowie Helfern des Roten Kreuzes waren auch 14 Jungen der Jugendwehr im Einsatz. Unter Aufsicht eines erfahrenen Feuerwehrmannes sorgten diese für die bengalische Beleuchtung der Kreuzwegstationen.

Info

Die Konfirmanden Tim Wagner, Sophie Preußner, Sven Schlinkmann und Kim und Tom Lübcke trugen am Sonntagabend das Osterlicht in einer Laterne von der Auferstehungskirche zum Aufgang des Kreuzberges an der Wennigloher Straße.

Mit diesem Licht wurde die erste der insgesamt 350 Fackeln angesteckt.

Begleitet wurden die Jugendlichen dabei von Patrick Horster und Nils Rohde und Pfarrer Wolfram Sievert.