Im Wald haben auch Mädchen gute Chancen im Beruf

Wald, Holz und Mädchen. Forstberufe sind nicht allein Männersache: Davon hatten sich auch neun Mädchen kürzlich beim „Girls Day“ im Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald im Jugendwaldheim Obereimer ein Bild gemacht, als sie hinter die Kulissen der heimischen Forstwirtschaft geschaut haben. Seit fünf Jahren bietet Wald und Holz NRW landesweit Schülerinnen im Alter von 11 bis 15 Jahren die Möglichkeit sich über bisher klassisch männliche Berufe im Wald zu informieren. Auch in der Forstwirtschaft sind Frauen als Beschäftigte unterrepräsentiert. 50 Prozent der Mädchen wählen aus nur zehn von 350 möglichen dualen Ausbildungsberufen. Nur ein Prozent der im Wald arbeitenden Menschen sind weiblich. Dies hat nichts mit Eignung oder Leistung zu tun, sondern vielmehr damit, dass die eigenen vielfältigen Interessen und Kompetenzen bei der Berufs- und Studienwahl häufig den klassischen Rollenvorbildern weichen.

„Wir wollen nicht nur eine gesunde Mischung im Wald, sondern auch im Betrieb. Darum ermutigen wir junge Frauen forstliche Berufe für sich zu entdecken“, so Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW. Für die Mädchen, die das Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald besuchten, standen die Berufe Försterin und Forstwirtin im Mittelpunkt des Tages (hier bestaunen sie gerade einen frisch gefällten Baum).
Foto: Wald und Holz