IHK-Präsident macht der Bahn AG ein absurdes Angebot

Obere Ruhrtalbahn. In seinem Schreiben an DB-Chef Dr. Rüdiger Grube fordert Ralf Kersting, Unternehmer aus Olsberg und Präsident der IHK NRW, die unbedingte zweigleisige Sanierung des Glösinger und Freienohler Tunnels.


Der Elleringhäuser Tunnel findet in seiner Stellungnahme keine Erwähnung. Das ist einleuchtend, wenn man bedenkt, dass auch die IHK Arnsberg, der Ralf Kersting ebenfalls als Präsident vorsteht, der Bahn das großzügige Angebot unterbreitet hat, auf die zweigleisige Sanierung dieses Tunnels zu verzichten!


Diese Offerte ist einfach unfassbar. Allein schon aus nahe liegenden Gründen - das Unternehmen des IHK-Präsidenten hat seinen Standort unterhalb dieser Bahnstrecke unweit des Elleringhäuser Tunnels - ist eine solche Einstellung mehr als erstaunlich. Es ist widersinnig und in sich widersprüchlich, öffentlichkeitswirksam die Vermeidung von „weiteren Zwangspunkten“ auf dieser Strecke zu fordern und gleichzeitig der Bahn AG das Angebot zu unterbreiten, auf die zweigleisige Sanierung dieses Tunnels zu verzichten. Bei einem entsprechenden Verzicht würde der größte und zudem ein gefährlicher Zwangspunkt (Länge und Gefälle) auf dieser Strecke tatsächlich neu geschaffen!