Hüstener müssen an ihren Stadtteil glauben
03.02.2010 | 11:00 Uhr 2010-02-03T11:00:00+0100Hüsten. Wenn in Hüsten der Schuh drückt, liegt das offenbar auch daran, dass sich die Bewohner des Ortes selbst und gegenseitig auf die Füße treten. „Wir Hüstener glauben nicht an Hüsten”, kritisiert Anita Schnettler.
Anita Schnettler würde sich wünschen, dass die ortsansässigen Bürger mehr die Stärken ihrer Heimat herausarbeiten würden. „Wir haben doch auch schöne Sachen wie das tolle NASS hier”, sagt sie.
Eigennutz vor Gemeinnutz
Auch Ortsheimatpfleger Bernd Rahmann war beim WP-Ortstermin „Wo drückt der Schuh”. Er kritisiert Hüstener, die Eigennutz vor Gemeinnutz stellen. „Nur wenn alle Hüstener Gremien wie Vereine, Gewerbeverein, Hausbesitzer und Bürger an einem Strick ziehen, kann sich die Lebensqualität in unserem Ortsteil verbessern”, sagt er.
Dabei solle man die zweifelsohne positiven Merkmale des Ortsteils nicht vergessen und selbstbewusst herausstellen. „Wir haben schöne Wohngegenden auf Flamm- und Mühlenberg sowie ein intaktes Vereinsleben”, sagt Rahmann. Die Feierlichkeiten zum 650-jährigen Freiheitsjubiläum sollten Gelegenheit geben, näher zusammen zu rücken und den Ortsteil Hüsten positiv aufzustellen.
Von NASS bis Ruhr
Das NASS, die Ruhr, Solepark, Schulen, Sportstätten, Radweg und bald vielleicht eine Bowlingbahn seien Pfunde, so Bezirksausschuss-Vositzender Günter Goßler, mit denen Hüsten wuchern könnte. „Auch das sind doch alles Bausteine für einen lebenswerten Ort”, sagt Goßler.
Susanne Büenfeld (48) fühlt sich jedenfalls wohl in Hüsten: „Hier kann man in Ruhe leben, trifft nette Menschen und alles ist überschaubar”, sagt sie. Schulsituation und öffentlicher Nahverkehr seien gut. Was fehle, sei ein Mittelpunkt. „Alles ist doch sehr in die Breite gezogen”, so die Mutter.
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