Hüsten wird zum Hauptschul-Zentrum auf Zeit

Die Theodor Heuss Schule ist bald nicht mehr in Arnsberg.
Die Theodor Heuss Schule ist bald nicht mehr in Arnsberg.
Foto: WP Ted Jones
Was wir bereits wissen
Die Vorbereitungen für das Hauptschul-Zentrum in Hüsten laufen. Stadt, Schulaufsicht und Schulleiter trafen sich, um das Miteinander abzusprechen.

Hüsten.. Hüsten wird vorübergehend zum Hauptschul-Zentrum der Stadt. Die auslaufenden Petri-, Binnerfeld- und Theodor-Heuss-Hauptschulen der Stadt werden nach einem Ratsbeschluss am Standort der Petri-Hauptschule konzentriert (wir berichteten). Zuständige Fachbereiche der Stadt Arnsberg, die Schulaufsicht und die Leitungen der Schulen haben sich schon vor den Osterferien zu einem Ortstermin getroffen und das weitere Vorgehen besprochen.

Das Hauptschul-Zentrum ist eine Übergangslösung für nur noch drei Schuljahre. Im ersten Jahr ­haben alle drei Schulen noch eine Stufe 10. Im zweiten Jahr gibt es nur noch an der Theodor-Heuss- und an der Petrischule eine Abschlussklasse und im letzten Jahr nur noch an der Theodor-Heuss-Schule. Alle drei Schulen bleiben eigenständig. „Einen Auflösungsbeschluss hat und wird es nicht geben“, betont Elmar Grunenberg aus dem Fachbereich Schule der Stadt Arnsberg.

Die drei betroffenen Hauptschulen wollen trotz der Widerstände, die es vor allem aus der Elternschaft der Theodor-Heuss-Hauptschule gegen den Ratsbeschluss gegeben hatte, das Miteinander in den Vordergrund stellen. So zeichnet sich ab, dass man sich ein Lehrerzimmer teilen wird. Auch soll das jetzige Schulgebäude der Petrischule nicht in Flügel aufgeteilt werden, die jeweils nur einer der drei Schulen zur Nutzung bereitstehen. Schulen und Schüler werden sich räumlich vermischen, wo es Sinn macht und organisatorisch möglich ist. Problematisch: Die THS hat 60-minütige Unterrichtsstunden, die anderen Schulen setzen auf den 45-Minuten-Takt.

Zu Beginn 220 Schüler in Hüsten

Zu Beginn werden 220 Schüler/-innen in Hüsten unterrichtet. Im zweiten Jahr werden es noch maximal 130 und im Schuljahr 2017/18 nur noch knapp 50. „Die fachgerechte Versorgung mit Lehrern ist dabei zu gewährleisten“, glaubt Grunenberg. Mit gegenseitigen Abordnungen der Lehrkräfte von Schule zu Schule kann der nötige Fächerkanon angeboten werden. Abgeordnete Lehrer müssten nicht mehr zwischen den Stunden von Ortsteil zu Ortsteil hasten.

Das Raumangebot in der Petrischule sei offenbar ausreichend. „Es ist sogar besser als erwartet!“, so Grunenberg. Der Immobilienservice der Stadt hat die Bausub­stanz der Petrischule unter die Lupe genommen und für noch ziemlich gut befunden. Große Investitionen und Umbauten sind nicht nötig, weil die drei Schulen nicht den Anspruch haben, räumlich deutlich voneinander getrennt zu arbeiten. „Hier sind alle Beteiligten guten Willens, einen vernünftigen Brückenschlag hinzubekommen“, sagt Elmar Grunenberg. Nach Stand der Dinge müssten nur kleine Arbeiten erledigt werden. Für ganz große Investitionen würde sich ohnehin die Sinnfrage stellen, weil die Schule nur noch drei Jahre eine Schule ist. Die Art der weiteren Gebäudenutzung ist noch unklar.

Geld in den Haushalt eingestellt

Geld muss die Stadt aber dennoch in die Hand nehmen: Zur Finanzierung der Umzüge und zur notwendigen baulichen Anpassung von Räumen in den Gebäuden der Petri- und auch der für die dann von der Realschule Hüsten genutzten THS-Gebäude werden 2015 einmalig bis zu 200 000 Euro zur Verfügung gestellt. Notwendige Schülerfahrkosten für Schüler der Theodor-Heuss- und der Binnerfeldschule entstehen voraussichtlich anfänglich bis zu 40 000 Euro für das Schuljahr 2015/2016. Diese Kosten reduzieren sich in den nächsten Jahren.