Hoher Parkdruck in Grafenstraße

Die Sparkasse Arnsberg-Sundern will mit der Öffnung der Freifläche zwischen Bankgebäude und Grafenstraße einen Beitrag leisten, den Parkdruck etwas abzufedern. Nur das Wie muss noch geklärt werden.
Die Sparkasse Arnsberg-Sundern will mit der Öffnung der Freifläche zwischen Bankgebäude und Grafenstraße einen Beitrag leisten, den Parkdruck etwas abzufedern. Nur das Wie muss noch geklärt werden.
Foto: WP Ted Jones

Arnsberg..  Wenn Montag die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt der Ortskernsanierung anlaufen, wird der Parkdruck für die Anwohner der Grafenstraße groß. Denn ab diesem Zeitpunkt gilt dort ein beidseitiges Parkverbot. Doch zumindest im Bereich des Teilstücks zwischen Henze- und Rumbecker Straße winkt Linderung: Die Sparkasse Arnsberg-Sundern will eine in ihrem Besitz befindliche Brachfläche zur Verfügung stellen. Nur über das Wie ist noch nicht entschieden.

Als Grafenstraßen-Anwohner Joachim Tornow am Mittwoch von den bevorstehenden Änderungen für den ruhenden und fließenden Verkehr aus der Zeitung erfährt, stellt sich ihm sofort die Frage: Wo dann parken? „Denn immerhin ist angesichts der vielen Anwohner der Bedarf an hausnahen Stellplätzen groß,“ weist er auf ein drängendes Problem hin.

Schon viele Anfragen

Deshalb sein Vorschlag: Man solle doch mit der Sparkasse Arnsberg-Sundern Kontakt aufnehmen, ob diese nicht das zwischen dem Bankgebäude Clemens-August-Straße und Grafenstraße liegende Freigelände für das Anwohner-Parken öffnen könne. „Das wäre mit etwas gutem Willen sicher eine Möglichkeit.“

Eine Idee, die nicht nur Joachim Tornow umtreibt. „Wir haben bereits mehrere Anfragen von Kanzleien und Firmen erhalten, ihnen die Fläche zur Verfügung zu stellen,“ erklärt Josef Schamoni von der Sparkasse Arnsberg-Sundern. Ohnehin habe man sich bereits im eigenen Haus über eine Öffnung des mit einer Schranke abgesperrten Areals für die Zeit der Bauarbeiten Gedanken gemacht, um den Anwohnern zu helfen.

„Wir befinden uns in dieser Sache derzeit in hausinternen Gesprächen,“ sagt der Banker. „Aber es ist keine Frage: Wir werden uns nicht sperren und das Gelände öffnen, haben jedoch noch keine grundsätzliche Entscheidung getroffen, wie das dann konkret aussehen könnte.“ Allerdings erkennt Schamoni schon jetzt ein Problem, das dann nach seiner Einschätzung eintreten wird: „Wenn wir die Schranke öffnen, haben wir auch sofort die Dauerparker hier. Was wiederum schlecht für die Anwohner wäre.“

Dauerparker mögliches Problem

Denn: Bedingt durch die Baustelle, werde für alle umliegenden Kanzleien, Praxen und Unternehmen sowie deren Besucher das Parken während der innerörtlichen Umgestaltungsphase deutlich schwieriger. Da übe dann ein freies Grundstück enorme Anziehungskraft aus. Deshalb gelte es, eine sinnvolle Lösung für die befristete Nutzung der von der Sparkasse nicht benötigten Fläche zu finden.

Die Stadtwerke Arnsberg selbst verweisen auf Nachfrage noch einmal darauf, dass es für ein beidseitiges Parkverbot auf der Grafenstraße keine Alternative gebe. „Wir sind hier völlig ohne Handlungsspielraum,“ macht deren Vertreter Andreas Bohland deutlich. Schließlich müssten auch Busse und andere schwere Fahrzeuge über die recht enge Grafenstraße umgeleitet werden. „Und das benötigt Raum im Begegnungsverkehr.“

Arbeit läuft mit Hochdruck weiter

Das beidseitige Parkverbot sei mit Busunternehmen, Ordnungsbehörde und Polizei abgestimmt worden. „Wir wissen,“ so Ingenieur Bohland weiter, „dass wir dort nun für den Zeitraum der Umleitungen Parkplatznot schaffen, aber es gibt leider keine andere Möglichkeit.“

Grundsätzlich gelte als Marschroute für den zweiten Bauabschnitt: „Alle Beteiligten werden mit dem selben Hochdruck weiterarbeiten wie schon bei Ruhrstraße und Brückenplatz.“ Deshalb habe er darauf gedrängt, dass auch künftig regelmäßig zwei Schachtmeister und zwei Bauleiter vor Ort seien. Als Garanten für zügiges Fortschreiten. „Schließlich wollen wir bis Ende September komplett fertig sein.“ Allerdings habe man vorsichtshalber einen zeitlichen Puffer vorgesehen. Bis Ende des Folgemonats.

Info

Die Bauarbeiten im 2. Abschnitt der Innenstadtumgestaltung beginnen am Montag.

Aufgrund des erheblichen Arbeitsvolumens sind aufwändige Umleitungen erforderlich (wir berichteten ausführlich).

Darunter fällt auch das beidseitige Parkverbot auf der Grafenstraße zwischen Henze- und Rumbecker Straße.

Sukzessive werden - den Arbeitsabschnitten folgend - weitere Änderungen im innerörtlichen Verkehr erforderlich.

Das Baubüro Brückenplatz wird weiterhin einmal wöchentlich für Bürger geöffnet sein.