Hochleistungstechnik fasziniert Leser

Hagen/Arnsberg..  Deutschlands größtes Druckhaus in Hagen-Bathey besuchten jetzt 24 Leser unserer Zeitung. Im Hagener Druckhaus der Funke-Mediengruppe werden sämtliche Lokalausgaben von Westfalenpost und Westfälischer Rundschau, ein Teil der WAZ-Auflage sowie zahlreiche Anzeigenblätter, Werbebeilagen und Prospekte gedruckt.

Offset-Druckverfahren

Auf Einladung unserer Lokalredaktion erlebten jetzt Arnsberger WP/WR-Leser mit, wie Zeitungen in einem hochautomatisierten Verfahren gedruckt werden. Zu Beginn der Besichtigungstour durch das Druckhaus erläuterte die fachkundige Begleiterin der Gruppe, Britta Katolla, den Gästen zunächst den historischen Wandel in der Drucktechnik. Während vor etwa 35 Jahren noch Schriftsetzer für Bleisatz im Hochdruck-Verfahren sorgten, wurde Mitte der 1980er Jahre auf das Offset-Druckverfahren umgestellt. Hierbei wird Lichtsatz eingesetzt, der im Laufe der Jahre technisch immer weiter entwickelt wurde. Mittlerweile läuft ein Laser über biegsame Aluminium-Druckplatten, wodurch das Schriftbild für die Zeitungsseiten entsteht. Die Alu-Platten werden dann in Druckmaschinen-Türme eingehängt. Vier Platten einer Zeitungsseite gewährleisten dabei den Vier-Farbdruck. Die gedruckten Zeitungen laufen dann über lang gezogene, unter der Decke hängende Transportbänder zum Versand. All dies erlebte die Besuchergruppe mit, aber auch wichtige Stationen im Vorfeld des Drucks konnten die Gäste besichtigen. So zeigte Britta Kalotta den Arnsbergern das riesige Papierlager, in dem bis unter die Decke der Gewerbehalle jeweils über eine Tonne schwere Papierrollen zu hohen Türmen gestapelt wurden. Die Besucher sahen auch einen Papierrollenwechsel für die 14 Meter hohen Druckmaschinen-Türme.

Gewaltiger Papierverbrauch

Der Papierverbrauch ist gewaltig: „Für alle Druckerzeugnisse benötigen wir täglich durchschnittlich 110 Tonnen Papier in Hagen“, berichtet Britta Kalotta. Die Gäste aus Arnsberg staunten über die technischen Details. Im Druckhaus ist alles viel größer. So wiegt der Tintenbehälter für eine Farbe etwa eine Tonne, deutlich mehr als die Tintenpatrone für den privaten heimischen Drucker.