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Erdbeben

Hilfe aus Hüsten für Opfer in Haiti

16.01.2010 | 06:00 Uhr
Hilfe aus Hüsten für Opfer in Haiti

Arnsberg/Sundern. Arnsberg und Sundern helfen: Mit Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti und mit tatkräftiger Unterstützung: Gestern flog Nicole Feldmann (40) aus Hüsten in das Katastrophengebiet. Sie ist Vorsitzende einer Rettungshundestaffel und für die Hilfe bei schweren Unglücken ausgebildet.

Die Spenden von Bürgern aus Arnsberg und Sundern für die Opfer im Erdbebengebiet Haiti laufen jetzt bei den heimischen Banken an. „In manchen Geschäftsstellen, wie z.B. in Hüsten, wurde schon sehr viel nach Spendenkonten nachgefragt”, berichtet Petra Schmitz-Hermes von der Sparkasse Arnsberg-Sundern.

Aber nicht nur mit Geld wird geholfen. Gestern Morgen um 9.20 Uhr bestieg Nicole Feldmann aus Hüsten in Frankfurt eine Maschine der Condor, um mit zwei weiteren ehrenamtlichen Helfern von dort über die Dominikanische Republik nach Haiti zu fliegen. Nicole Feldmann ist Vorsitzende der Rettungshundestaffel Wesel. „Bisher war sie vor allem bei kleineren Einsätzen in Deutschland im Einsatz”, sagt Claudia Nolte, Vereinskollegin von Nicole Feldmann. Mit ihren zwei Hunden beteiligte sie sich bei der Suche nach Verschütteten.

Besonders geschult für Spezial-Horchgerät

Nicole Feldmann (r.) beim Einchecken am Frankfurter Flughafen. REUTERS/Wolfgang Rattay (GERMANY - Tags: ANIMALS DISASTER POLITICS SOCIETY)

Nach Haiti aber hat sie ihre Hunde nicht mitgenommen. „Dort wird sie die Einsatzgruppe ISAR Germany unterstützen”, sagt Udo van der Zee vom Bundesverband Rettungshunde. Neben der Ersten Hilfe für die Menschen, für die Nicole Feldmann ausgebildet ist, wird aber eine weiter Fähigkeit notwendig sein: Die Hüstenerin ist besonders geschult, mit einem Spezial-Horchgerät Verschüttete zu orten. „Nachdem die Hunde grob angezeigt haben, dass unter den Trümmern jemand liegt, kann mit dem Spezialgerät die Stelle genau lokalisiert werden”, erklärt Claudia Nolte. Das macht die Bergung einfacher.

Daheim in Hüsten verfolgen Nicole Feldmanns Ehemann und ihre beiden Kinder den Einsatz in Haiti. Sie hofften, gestern Abend kurz mit ihr sprechen zu können, als sie in der Dominikanischen Republik landete.

Ob in den nächsten Tagen Kontakt möglich ist, war zunächst noch offen.

Heinz Krischer

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