Hersteller auch aus Niederlanden
21.01.2010 | 14:25 Uhr 2010-01-21T14:25:00+0100Sundern/Arnsberg. Die Lichtwoche Sauerland wirft ihre Strahlen voraus: Knapp 30 Hersteller werden vom 10. bis 16. März in Sundern, Arnsberg und Nachbarstädten ihre Neuheiten vorstellen. Erstmals sind dabei auch Hersteller, die nicht aus dem Sauerland kommen.
Diese Hersteller, u.a. aus den Niederlanden und Ostdeutschland, werden in den leer stehenden Räumen der kürzlich in Insolvenz gegangenen Leuchtenfirma Loer in Müschede ihre Produkte ausstellen. „Mit der Beteiligung liegen wir im Rahmen dessen, was wir erwartet haben”, sagt Jens Ahrens, Sprecher der Lichtwoche Sauerland, und Geschäftsführer von Wofi-Leuchten in Freienohl. Dass es diesmal nicht mehr Hersteller sind, liege an der im April stattfindenden Messe „Light & Building” in Frankfurt. „Im nächsten Jahr werden wir sicherlich doppelt so viele Teilnehmer haben”, erwartet Ahrens.
Großer Trend: LED-Leuchten
Ein großer Trend in diesem Jahr sei das Thema LED in Wohnraumleuchten. Das kann auch Anna-Katharina Simon, Geschäftsführerin von Simon und Schelle (SiSche) bestätigen. Auch die Sunderner Firma bereitet für die Messen neue Leuchten vor, die voll auf das Thema der kleinen Leuchtdioden setzen, die noch mehr Energie einsparen als Energiesparlampen.
Vorteil dabei: Die kleinen Lämpchen lassen sich besser als die klobigen Energiesparlampen in das Leuchtendesign einpassen. Ein Kriterium, das gerade Designer überzeugt, wie Anna-Katharina Simon weiß. SiSche arbeitet mit eigenen Entwicklern, aber auch denen der Marken Joop, Rolf Benz und Ritzenhoff zusammen, für die SiSche Leuchten produziert. Und die schätzen an dem Sunderner Unternehmen eine Eigenschaft, die nicht mehr viele Hersteller aufweisen können: Eine komplette eigene Leuchtenfertigung, von der Metallbearbeitung über die Galvanik bis hin zur Lackierung und Montage. „Dass wir solch eine große Fertigungstiefe haben, wissen selbst hier in Sundern nicht sehr viele”, sagt Anna-Katharina Simon.
SiSche auf beiden Messen
SiSche wird in diesem Jahr sowohl die Lichtwoche Sauerland wie auch die Light & Building besuchen. Beide Messen ergänzen sich aus Sicht des Unternehmens. „In Frankfurt treffen wir unsere ausländischen Partner, haben dort größere Chancen, Neukunden zu akquirieren”, sagt Johannes Richter, ebenso wie Anna-Katharina Simon geschäftsführender Gesellschafter von Simon & Schelle. Bei der Lichtwoche Sauerland sei die „Taktzahl” der Besucher zwar geringer — dafür aber könne man den Besuchern den Betrieb mit der gesamten Fertigung zeigen. „Die Wertigkeit unserer Produkte herüberbringen — das ist hier die Chance”, weiß Richter.
SiSche beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. Das Jahr 2009 startete gut, ließ dann aber nach. „Unterm Strich hatten wir weniger Umsatz als im Vorjahr — aber der Einbruch war nicht so stark wie befürchtet”, ist Johannes Richter froh. Für 2010 und mehr noch 2011 hofft SiSche, zulegen zu können. Gerade die LED bringe einen Innovationsschub von dem auch das Sunderner Unternehmen profitieren will.

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