Erdbeben
Helfern in Haiti bietet sich schreckliches Bild
19.01.2010 | 06:00 Uhr 2010-01-19T06:00:00+0100Hüsten. Das Hilfsteam mit Nicole Feldmann aus Hüsten hat seine Arbeit in Haiti aufgenommen. In den ersten Tagen konnte die Rettungshundestaffel, bei der die Hüstenerin mitarbeitet, jedoch keine Überlebenden unter den Trümmern nach dem Erdbeben finden.
Wie berichtet war Nicole Feldmann zusammen mit rund 30 Angehörigen der Hilfsorganisation ISAR nach Haiti geflogen. Die Frau aus Hüsten ist Rettungshundeführerin und besonders ausgebildet, mit einem Spezialhorchgerät die Ortung von Verschütteten durchzuführen.
„Die Gruppe ist nahe des Flughafens von Port-au-Prince in einem Zeltlager untergebracht”, berichtete Udo van der Zee vom Bundesverband Rettungshunde (BRH). Das Lager, in dem viele Hilfsorganisationen ihr Basiscamp errichtet haben, werde von amerikanischen Soldaten bewacht.
Am Wochenanfang wurden Berichte über Ausschreitungen auch gegen die Hilfsorganisationen bekannt. „Unsere Gruppe war mit ihren ersten Einsätzen jedoch nicht in Port-au-Prince tätig, sondern in der Nachbarstadt Carrefour”, schilderte van der Zee. „Dort gab es keine Gewalt gegen Helfer”, betonte der Sprecher des BRH. 60 Prozent der Gebäude seien eingestürzt und es gebe sehr viele Todesopfer und Verletzte unter den Bewohnern der Stadt.
Bis Montag brachte die Suche mit den Hunden nach Überlebenden unter den Trümmern jedoch kein Ergebnis. „Es wurden viele Leichen gefunden, aber keine Verschütteten, die noch lebend geborgen werden konnten.”
Die Bilder, die sich den Helfern böten, seien sehr schrecklich, weiß van der Zee aus einem Telefonat mit dem Teamleiter per Satellitentelefon.
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