Landesgesetz
Hauseigentümer müssen Rohre auf Dichtheit prüfen lassen
12.03.2010 | 12:29 Uhr 2010-03-12T12:29:00+0100
Arnsberg. Nach dem Energiepass kommt auf die Hauseigentümer eine neue Kostenbelastung zu: Laut Landeswassergesetz NRW müssen alle bestehenden Abwasserleitungen bis spätestens 31. Dezember 2015 auf Dichtheit geprüft werden.
Der Stadtentwässerungs-Chef der Stadtwerke Arnsberg, Horst Meier, sieht einen riesigen Sanierungsbedarf bei den Kanalrohren: „Von den Kanalanschlüssen auf den rund 18.000 bebauten Grundstücken in der Stadt Arnsberg werden etwa 70 Prozent zu sanieren sein."
Für die Kosten der Rohrsanierung muss der private Hauseigentümer auf der Rohrstrecke zwischen Gebäude und privater Grundstücksgrenze aufkommen. Das Land NRW erließ dieses Gesetz, um Bäche, Flüsse und Grundwasser vor Schmutzwasser zu schützen, das aus löchrigen Kanalrohren ins Erdreich strömt und dann ins Grundwasser gelangen kann.
Das Landesgesetz trat bereits am 31. Dezember 2007 in Kraft, doch Bemühungen der Stadtwerke, zum Beispiel bei Kanalbaumaßnahmen in Moosfelde im Jahr 2009, Anwohner zur Sanierung ihrer privaten Abwasserleitungen zu bewegen, schlugen weitgehend fehl. Nur wenige Hauseigentümer waren bereit die Kosten aufzubringen. „Mit Blick auf das Jahr 2015 empfanden viele Bürger keinen Zeitdruck", berichtete Meier. Einige Senioren hätten damals gemeint: „Warum soll ich Geld für Arbeiten ausgeben, die erst 2015 vorgeschrieben sind. Vielleicht lebe ich bis dahin nicht mehr."
Werterhalt des Gebäudes
Horst Meier entgegnete hier mit dem Werterhalt des Gebäudes: „Wenn Erben das Haus verkaufen wollen und die vorgeschriebene Dichtheitsprüfung mit möglicherweise umfangreicher Sanierung noch aussteht, schmälert dies den Wert des Hauses." Derzeit zieht Meier - fast wie ein Wanderprediger - von Siedlerversammlung zu Siedlerversammlung, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Dabei ist es kein Zuckerschlecken, kritischen Bürgern die Sinnhaftigkeit der kostenträchtigen Maßnahmen näherzubringen.
Einem Info-Blatt der Stadtwerke, das voraussichtlich Ende März an alle Haushalte verteilt wird, aber jetzt schon im internet unter www.stadtwerke-arnsberg.de zu finden ist, ist zu entnehmen, dass die mittleren Kosten einer Minikamera-Inspektion der Kanalrohre mit vorhergehende Hochdruckreinigung der Abwasserleitungen rund 300 bis 500 Euro pro Grundstück betragen. „Gemeinsam mit anderen Fachleuten empfehle ich eine Dichtheitsprüfung in dieser Form", sagt Horst Meier.
Ohne Kamera
Die billigere Variante für 150 bis 300 Euro Dichtheitsprüfung ohne Kamera empfielt er nicht, da bei dem nicht unwahrscheinlichen Fall der Undichtigkeit dann doch noch eine Kamera kommen müsste und die Angelegenheit zusätzlich verteuert. Den Dichtheitsnachweis können nur zertifizierte Betriebe ausstellen, die im Internet unter hier zu finden sind. Im Falle der Undichtigkeit gibts verschiedene Sanierungsmöglichkeiten.
14:43
Die Durchfallquote bei Häusern die noch mit Ton-Rohren im Erdreich an das Abfluss-System der Stadt Arnsberg angeschlossen sind (keine Kunststoff-Rohre) liegt bei 99 % !
D.h. alle die ein Haus haben das älter ist als 1950, können sich die Dichtheitsprüfung im Vorfeld eigentlich sparen und sofort an eine Komplett-Sanierung, mit den entsprechenden Kosten, denken.
Uncie
16:24
#6 nicht nur das erinnert mich an gewisse Systeme. Auch die derzeitige Familienpolitik, mit dem Ziel Kinder zu gebären und in staatliche Obhut zu geben, damit sie auch schön geformt werden als brave Produktionsfaktoren, kann man 1:1 mit der ehemaligen DDR vergleichen. Lediglich die Sache mit den Arbeitsplätzen für die vielen Frauen und Mütter ist noch das Problem. Mittlerweile ist ja die erste Frage, wenn man ein Kind bekommt: Wann gehst du wieder arbeiten? Kein Wunder, dass Familien überfordert sind.
10:15
Gut das Alles geregelt wird.
Noch eine blödsinnige und kostentreibende Vorschrift.
Ja Eigentum verpflichtet !
...anscheinend ist es die Pflicht das ganze System am Laufen zu halten........
Der Eigentümer als Goldesel !
Oder die mutwillige Umverteilung von Vermögen.
Erinnert mich an gewisse Systeme im Ostenblock ..
07:21
Gestern im WDR war zu diesem Thema eine interessante Reportage bzw. eher Warnung zu sehen, da sich viele dubiose Firmen an dieser neuen Regelung bereichern. Wie so oft wurde nicht weiter gedacht. Rohrprüfer und Sanierer in einer Person. Ich denke, man muss sich zusammentun. Es wäre schön, wenn die Stadtwerke seriöse Unternehmen benennen könnten und diese auch kontrollieren würden.
18:53
Welche Partei hat das verbrochen? Es sind ja bald Wahlen und werde die abstrafen.
16:49
So viel Geld habe ich aber nicht mal so eben übrig. Sind wie Bürger Goldesel oder was, die Grundsteuer ist doch schon teuer genug und nun auch noch das.
16:37
Wer soll das noch alles bezahlen?
13:08
Iss klar, mein Haus ist keine 10 Jahre alt. Soll das die Abwasserleitung meines Hauses den schon so durchlöchert sein? Na, ja...
Übrigens die Bauern...die machen...
Aber das ist ja Dünger...!!! Keine Sorge!!! Fließt ja auch nicht ins Grundwasser oder in unsere heimischen Flüsse!!! PFD lässt Grüssen
Prima-Super-Politik macht so weiter...