Harte Fakten – aber es droht kein harter Beton

Sie haben es sich wirklich nicht leicht gemacht, die Verantwortlichen der evangelischen Kirchengemeinde Arnsberg. Aber weil sie ihre Verantwortung als Verpflichtung gegenüber ihrer Gemeinde empfinden, haben sie eine Entscheidung getroffen, der es Respekt zu zollen gilt. Die Schließung der Erlöserkirche, der wohl unvermeidbare Abriss als Folge – solche Beschlüsse sind alles andere als populär, ­lassen sich nicht gut verkaufen.


Doch Vernunft und Portemonnaie geben nur die eine mögliche Richtung vor. Also haben die Presbyter den Gemeindegliedern ihre Pläne verkauft, dabei aber niemanden verraten. Warum? Transparenz war Trumpf bei der Gebäudekonzeption. Niemand kann behaupten, er wäre übergangen worden, hätte von nichts gewusst.


Ganz wichtig, auch mit Blick auf die nun in den Fokus rückende Umgestaltung der Auferstehungskirche. Wer das bisherige Handeln der „Mannschaft“ um „Kapitän“ Johannes Böhnke verfolgt hat, dem muss um das künftige „Flaggschiff“ der Gemeinde nicht bange sein. Dass dem denkmalgeschützten architektonischen Kleinod zu Leibe gerückt oder es gar mit Beton ummantelt wird, ist nicht zu befürchten.


Sprich: Keine „Neheimer Verhältnisse“ in Reihen der Arnsberger „Evangelen“. „Es soll gut werden“, verspricht Pfarrer Böhnke – und das ist auch gut so!