Handwerk stellt sich auf alternde Gesellschaft ein

Foto: WAZ Agentur Brunswick
Was wir bereits wissen
Handwerksbetriebe sollen sich künftig durch Kurse im bbz zu einem generationenfreundlichen Betrieb zertifizieren lassen. Der demografische Wandel verändert den Markt.

Arnsberg..  Der demografische Wandel verändert auch die Herausforderungen an das Handwerk – und schafft gleichzeitig neue Marktpotenziale: Die wachsende Generation „50plus“ ist konsumbereit und anspruchsvoll, Senioren wollen selbstbestimmt so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben. Das funktioniert, wenn Wohnungen und Häuser den veränderten Bedürfnissen angepasst werden. Genau hier setzt der Lehrgang Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb Service und Komfort“ an, den das bbz Arnsberg am 26. und 27. März erstmals für seine Handwerksbetriebe anbietet.

Die Zahlen in Arnsberg sprechen für sich: Die ganz starken Jahrgänge unter den rund 78 000 Einwohnern befinden sich in den Altersgruppen 41 bis 50 und 51 bis 60 Jahre mit jeweils über 12 000 Menschen. Rund 20 000 heute schon über 60-jährige Arnsberger kommen dazu. Sie werden älter, haben neue Bedürfnisse und haben Kaufkraft.

Eine angepasste Beleuchtung, breitere Türen, Rampen, barrierefreie Duschen, Treppenlifte oder die Installation eines Haus-Notruf-Systems sind nur einige Beispiele, die für altersgerechten Wohnkomfort stehen. „Hier ist das Bau- und Ausbauhandwerk gefragt, für dessen Betriebe dieser Kurs maßgeschneidert wurde“, so die Handwerkskammer Südwestfalen. Das Markenzeichen, das gleichzeitig als Werbeinstrumente eingesetzt werden kann, bescheinigt den Unternehmen, dass sie generationsfreundliche Produkte und Dienstleistungen entwickeln, anbieten und wirksam vermarkten können.

Marketing, Gesetze und

Der zweitägige Lehrgang gliedert sich in vier Themenbereiche: Zum Einstieg erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die demografische Entwicklung und werden für die Chancen im Markt „50plus“ sensibilisiert.

Zweites Schwerpunktthema ist Marketing und Kommunikation. Normen und Rahmenbedingungen werden im dritten Teilbereich behandelt: Die Teilnehmer lernen relevante Gesetze und Normen kennen und erhalten einen Überblick über Recherchemöglichkeiten und Bezugsquellen.

Im vierten Bereich geht es dann um die Finanzierung und Förderprogramme.

Markenzeichen und Internet

Nach abgeschlossenem Lehrgang wird das Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb Service und Komfort“ verliehen und der Betrieb wird auf der Website www. generationenfreundlicher-betrieb.de eingetragen.

Das Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb Service und Komfort“ wurde im Rahmen der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ vom Zentralverband des Deutschen Handwerks und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit Handwerkskammern, Fachverbänden und Betrieben entwickelt.