Habbel: Intensive und anstrengende Anhörung

Die Geschäftsführer Burkhard und Thomas Ebel (erster und zweiter von links) haben ihren Antrag zur Erweiterung des Müscheder Steinbruchs Habbel zu Beginn des „Marathon“-Erörterungstermins den Versammelten erneut vorgestellt.
Die Geschäftsführer Burkhard und Thomas Ebel (erster und zweiter von links) haben ihren Antrag zur Erweiterung des Müscheder Steinbruchs Habbel zu Beginn des „Marathon“-Erörterungstermins den Versammelten erneut vorgestellt.
Foto: Ted Jones/WP

Hochsauerlandkreis/Neheim..  Steinbrucherweiterung in Marathon-Manier: Am späten Dienstagnach­mittag war gerade einmal die Hälfte der umfangreichen Tagesordnung des Erörterungstermins zum Genehmigungsverfahren Steinbrucherweiterung „Habbel“ abgearbeitet.

Heinz Nieder – als Verhandlungsleiter für Ablauf und Ordnung des Termins verantwortlich – reagierte und legte eine Fortsetzung am heutigen Mittwoch fest. Der Sachgebietsleiter Immissionsschutz bei der Kreisverwaltung führte souverän und professionell durch die „intensive und anstrengende Anhörung.“

Dabei betonte der Mitarbeiter der Kreisverwaltung ausdrücklich, dass der Erörterungstermin keineswegs eine Alibi-Veranstaltung sei: „Vom Genehmigungsbescheid sind wir noch ganz weit entfernt“, so Nieder. Er reagierte damit auf Vorwürfe aus Reihen der anwesenden Müscheder Bürger, die Kreisverwaltung habe bereits einen für den Antragsteller, die Firma Ebel, positiven Bescheid in der Schublade...

Das Gegenteil sei der Fall – „wir als genehmigende Behörde wollen weitere Kenntnisse einholen“, so der Verwaltungsmann, „vor allem aus Sicht der Anwohner.

Diese waren zahlreich in die Aula der Neheimer Realschule gekommen: etwa 40 formelle Einwender sowie weitere Bürger, die als Zuhörer den Termin verfolgten.

Doch die Erörterung der „privaten Einwendungen“ konnte am Dienstag aus Zeitmangel nicht mehr erfolgen und wird am heutigen Mittwoch nachgeholt. Gestern hatten zunächst Antragsteller und Gutachter das Wort, gefolgt von 21 (!) Trägern öffentlicher Belange, deren Anmerkungen und Beiträge zu Aspekten wie Lärm, Staub, Er­schütterungen, Artenschutz, Grund­wasser, etc. intensiv erörtert wurden. „Wir sind noch in der Findungsphase“, so Heinz Nieder, „das Genehmigungsverfahren wird sich nach Abschluss des Erörterungstermins noch über Monate hinziehen.“ Rechtssicherheit sei dabei ein entscheidender Faktor (siehe Infobox).