Grüne lehnen Satzung ab

Arnsberg..  Die Arnsberger Grünen sehen vor dem Hintergrund laufender Diskussionen über verschiedene Baumfällungen in der Stadt keine Notwendigkeit einer Baumschutzsatzung. Gerade erst verwies Sprecherin und Ratsfrau Verena Vers­pohl auf unserer Facebook-Seite auf den Link „Warum wir Grünen die Baumschutzsatzung ablehnten“ auf ihrer Homepage. Auch ihr Rats- und Parteikollege Thomas Wälter sprach unmittelbar nach der diskutierten Baumfällung an Haus Bene am Brückenplatz von einem „relativ zahnlosen Instrument“.

Mit Antrag gescheitert

Im Jahr 2009 hatten die Grünen zum dritten Mal eine Baumschutzsatzung für Arnsberg gefordert, waren mit ihrem Antrag im Rat aber gescheitert. Inzwischen argumentierten die Grünen anders. Sie befürchten eine verstärkte „vorsorgliche Fällung“ von Bäumen, ehe eine Satzung in Kraft treten würde. Zudem, so Thomas Wälter, gäbe es Erfahrungen aus anderen Kommunen, dass nach Inkrafttreten einer Satzung viele Bäume gefällt würden, so lange sie noch nicht die schützenswerten Ausmaße erreicht hätten. Die Grünen schlugen schon vor zwei Jahren vor, dass Bürger einem noch zu findenden Gremium aktiv aus ihrer Sicht schützenswerte Bäume online vorschlagen könnten. Fällungen der aufgelisteten Bäume sollten dann von Besitzern mit der Stadt im Einzelfall abgesprochen werden. Bäume auf städtischen Grundstücken müssten von der Politik genehmigt werden.