Glasverbot auf dem Steinweg ist jetzt fix
10.02.2012 | 16:50 Uhr 2012-02-10T16:50:00+0100
Arnsberg. Das temporäre Glasverbot nach dem Vorbild unter anderem der Stadt Köln am Altweiberfastnachtstag, 16. Februar, auf dem Steinweg ist fix: Die Stadtverwaltung hat jetzt die Verfahrensweise festgelegt.
Das temporäre Glasverbot nach dem Vorbild unter anderem der Stadt Köln am Altweiberfastnachtstag, 16. Februar, auf dem Steinweg ist fix: Die Stadtverwaltung hat jetzt die Verfahrensweise festgelegt.
Wie berichtet, sollen so die Gefahren, die von dem Scherbenmeer, das Jahr für Jahr Hunderte von feiernden Jugendlichen auf dem Steinweg zurücklassen, eingeschränkt und zugleich - als Nebeneffekt - der Alkoholkonsum reduziert werden. Immerhin: „In den vergangenen drei Jahren“, sagt Stadtsprecher Elmar Kettler, „kam hier eine Abfallmenge von zwei Tonnen zusammen, davon 80 Prozent Glas.“
Dieser Müllberg musste jedoch zeit- und kostenintensiv im manuellen Arbeitseinsatz beseitigt werden. Denn Einsatzfahrzeuge und Reinigungsmaschinen konnten nicht eingesetzt werden. „Weil wir Schäden an Reifen und Saugvorrichtung befürchten mussten.“ Das Glasverbot soll also nicht nur feiernde Jugendlichen und Passanten vor Verletzungen schützen, sondern auch die Mitarbeiter der Manuellen Dienste.
Ausnahme für Anwohner
Das temporäre Glasverbot gilt nun an Altweiberfastnacht von 10 bis 16 Uhr für Steinweg, Lindenberg und Alter Markt. Entsprechende Aushänge weisen bereits am Fuß des Steinwegs bzw. des Lindenbergs auf das Verbot hin. Von dieser Restriktion ausgenommen sind natürlich ausgewiesene Anwohner, die sich auf dem Weg zu ihrer Wohnung bzw. ihrem Grundstück befinden. Für alle anderen ist in der genannten Zeit das Mitführen von Glasbehältnissen jedweder Art verboten.
Die Stadt weist allerdings nachdrücklich darauf hin, dass es nicht darum gehe, den Jugendlichen die Freude am Karneval zu vermiesen. „Wir wollen vielmehr, dass dies in einem fröhlichen und sicheren Umfeld geschieht“, so Kettler. Zudem werde auf die Einhaltung der Jugendschutz-Bestimmungen geachtet. Deshalb seien Mitarbeiter des Jugendamtes vor Ort im Einsatz.
Teurer Spaß in Köln
Erst am Donnerstag hatte das NRW-Oberverwaltungsgericht in Münster das von der Stadt Köln ausgesprochene Glasverbot zum Schutz von Menschen als rechtens erachtet. Ein Kölner Kioskbetreiber hatte dagegen geklagt, weil er um seine Einnahmen fürchtete.
Verstöße werden in Köln teuer: Kneipiers, die in den Verbotszonen bei der Abgabe von Flaschen oder Gläser erwischt werden, zahlen bei ersten Verstoß 1 000, bei zweiten 5 000 Euro. Und beim dritten Mal wird das Lokal für den ganzen Tag geschlossen.

13:00
glas verbot gut und schön aber wer soll jetzt noch kontollieren was sich die kids in den pet flaschen zusammen gemixt haben????????????