Gericht entscheidet über Studiengebühren des Turbo-Studenten
18.07.2012 | 07:16 Uhr 2012-07-18T07:16:41+0200
Arnsberg/Dortmund. Er absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium in lediglich vier Semestern statt den geplanten elf Semestern. Deshalb wollte er auch nur für vier Semester zahlen. Die private Hochschule in Dortmund sieht das anders: Sie will das Geld für alle elf Semester. Am Mittwoch entscheidet das Gericht.
Im Rechtsstreit um die Zahlung von Studiengebühren durch einen eifrigen Studenten wird am Mittwoch (18. Juli, 9.00 Uhr) ein Urteil gesprochen. Die private Hochschule für Ökonomie und Management in Dortmund hatte den 23 Jahre alten Studenten auf die Zahlung von Studiengebühren in Höhe von 3.000 Euro verklagt, obwohl er sein Studium vorzeitig beendet hatte.
Der Jungbanker hatte sein Bachelor- und sein Masterstudium in nur vier Semestern abgeschlossen, die Regelstudienzeit beträgt in der Regel elf Semester. Der Student wollte deshalb nur die Studiengebühren für die vier Semester zahlen. Die Hochschule beharrte darauf, dass die Gebühren für den kompletten Studiengang zu entrichten sind. (dapd)
10:34
Ja schon klar, aber jeder, der jetzt ein bisschen darüber gelesen hat, hat doch mitbekommen, dass sie sich viel selbst beigebracht haben. Sie haben doch gar nicht alle Leistungen der FOM in Anspruch genommen.
Und Respekt, lieber Addihex, sollte man haben, denn vom "stupidem Auswendiglernen", wie du es nennst, kann man kein eigenes Unternehmen aufbauen.
Sieh dir doch mal die Website von GWriters an!!! Wenn du dann noch bei deiner Meinung bleibst, dann sollte man sich fragen, ob deine Meinung nicht auf purer Eifersucht basiert.
Oder hast du da Erfahrung? Hast du etwa auch ein Turbo-Studium durchgezogen? Hast du auch schon ein eigenes Unternehmen?
Damit du nicht so lange suchen musst: http://gwriters.de
14:22
Richtig so dass er das Geld nachzahlen muss.
Wenn er so schlau wäre, hätte er sich mal den Vertrag angeschaut den er unterschrieben hat und da steht ganz klar drin, dass für das Studium eine Summe zu zahlen ist, die dann üblicherweise als Ratenzahlung angesetzt wird. Das ist auch völlig legitim, da sich die Uni absichern muss. Die Dozenten müssen auch weiter für die Regelstudienzeit bezahlt werden und damit wird kalkuliert.
Was einzelne Zeitungen hierzu schreiben ist populistischer Blödsinn. Er hat einen Vertrag unterschrieben und unterschlägt Zahlungen ggü. der Uni.
Ob ein Studium in der kurzen Zeit auch Studium genannt werden sollte, steht auf einen anderen Blatt Papier. Vor stupidem Auswendiglernen habe ich jedesfalls keinen Respekt. Das einzige was sicher ist, ist dass diese Studenten mit Sicherheit Stoff nicht reflektiert und bewertet haben. Also hat das ganze mit Studieren ("studere"- sich befassen mit...) nicht viel zu tun!
11:50
Dieses Urteil war zu erwarten, zumindest wenn man sich nicht auf die Mainstream-Berichterstattung beschränkt hat, die immer den Eindruck erweckt hat, es handele sich um Semestergebühren. Wie irgendwo mal kurz erwähnt wurde, handelt es sich nicht um monatliche Gebühren, sondern um monatliche Ratenzahlungen für eine Gesamtsumme.
Und eine Ratenzahlung kann man nicht einfrach einstellen.
Hoffen wir, dass die berichterstattung zu dem Thema, die uns zuletzt alle paar Tage einen neuen Artikel ohne jede neue Infos beschert hat, jetzt endlich eingestellt wird.
10:53
@Otto99:
Was denken Sie denn, wie heutzutage ein Studium abläuft? Ich habe recht spät zu studieren begonnen, da ich nach Bund und Ausbildung noch fünf Jahre gearbeitet, aber dann noch rechtzeitig erkannt habe, dass meine Branche mir persönlich doch arg wenig gibt.
Am Ende meines Bachelor-BWL-Studiums habe ich 48 Klausuren geschrieben, wovon zwei Stück jeweils zwei Stunden gedauert und der Rest je eine Stunde gedauert haben. Wenige dieser 48 verschiedenen Vorlesungen bauen aufeinander auf, allerdings umfassen sie mitunter 400 DIN-A4-Seiten. Und gerade die jüngeren Dozenten, die sich noch eine Reputaion aufbauen wollen, formulieren dann Fragen in der Klausur, die Sie zwingt den genauen Wortlaut von "bspw. Folie 316" wiederzugeben.
Bologna sei Dank: Heutzutage muss man im Studium nichts mehr wissen, lediglich noch die ausgeprägte Fahigkeit des "Auswendiglernens" vorweisen können.
Das habe ich mir im Vorfeld auch anders vorgestellt, allerdings muss man sich dem System fügen.
10:47
Natürlich kann ich verstehen, dass er für seinen Master light weniger bezahlen möchte, doch Light-Produkte kosten meist genau so viel, wenn nicht gar mehr.
10:13
Die Schule spart also die Kosten der Leistungen, die der lustige Turbo schon im vorhinein in Anspruch genommen hat. Nette Logik.
Was imho bedeutet, falls das Urteil zu Gunsten des Nachbrenners ausfällt, wird nicht Intelligenz (die er übrigens bei sich selbst abstreitet) bestraft, sondern Schmarotzertum belohnt.
10:12
#2
Was hat das mit Intelligenz zu tun? Jemand, der so durch sein Studium rast, hat sicherlich viel auswendig gelernt, aber mit Sicherheit nichts von dem mitbekommen, was ein Studium ausmacht.
ist schon lustig ihr kommentar
"hat er sicherlich viel auswendig gelernt,aber mit sicherheit nichts von bem mitbekommen was ein studium ausmacht."
ja was macht den ein studium aus?????
dem jungen war klar das er lernen mußte um vorwärts zukommen.
und dies hat er konsequent durchgezogen.
und nicht wie viele mal dies angefangen mal das angefangen und sich während des studiums nochmals überlegen was sieeigendlich studieren wollen.
ist es das was ein studium ausmacht???
er war wahrscheinlich nicht so faul wie einige studenten.
Man sieht, dass Sie keine Ahnung von einem Studium haben.
10:06
Ja geht es denn noch? Ich kenne den Vertragswortlaut nicht, denke aber, daß eine Klausel, die eine solche Zahlungverpflichtung begründen soll, sittenwidrig und damit nichtig sein könnte. Schließlich erspart sich die Schule KOstn, die gegenzurechnen sind.
09:50
Tatsache ist: Intelligenz wird hierzulande bestraft.
Während unsere Politiker sich Computerprogrammierer aus Indien, Schneider aus Thailand und anderweitige "Fachkräfte" nach Deutschland holen weil angeblich ein -Mangel- an selbigen Kräften vorliegt, sehen dieselben Politiker zu, wie der deutsche Nachwuchs vor Gericht stehen muss weil er "Fähigkeiten" aufweist.
Blamabel für die Bananenrepublik Deutschland, äußerst blamabel!
07:26
Da bin ich auf das Urteil gespannt.
Ich habe meine 2 Fernstudiengänge auch eher beendet, allerdings kam mir nie in den Sinn dann auch weniger zu bezahlen..............
Kann ich dann wohl im nachhinein noch etwas zurückfordern ;-))))
Die Reduzierung kann das Jüngelchen vergessen. Ich war selber mal auf einer Infoveranstaltung der FOM. Man kann kostenlos eine bestimmte Zeit der Studiendauer überziehen wenn man nicht wie geplant mit dem Stoff hinterherkommt, aber früher fertig werden bringt einem nichts, außer das man eher in einen besser bezahlten Job kommen kann...
An saralina: Da ist er wieder, der gutbürgerliche Neid und das Zerfleischen untereinander, der aber auch jegliches Voranschreiten der Vernunft unterminiert.
Ihnen kam vielleicht nie in den Sinn, weniger zu bezahlen aber lassen Sie doch andere Menschen in Ruhe, die Leistung und Gegenleistung in einem anderen Kontext sehen.
Sich mit solcher Phrasendrescherei zu brüsten täuscht leider nicht darüber hinweg, dass Sie, saralina, über weniger Ideenreichtum wie im Artikel benannter Student verfügen. Das geht zu Ihren Lasten, nicht zu Ihren Gunsten.
;-)