Generation Zukunft auf Weg zur Nachhaltigkeit

Vor dem Bewerbungsgespräch steht das Karrieremarketing.
Vor dem Bewerbungsgespräch steht das Karrieremarketing.
Foto: Getty Images/iStockphoto
Was wir bereits wissen
Viele Ideen der jungen Leute aus der Arnsberger Denkwerkstatt „Generation Zukunft Arnsberg“ befinden sich in der konkreten Umsetzungsphase. Manchmal bedarf es aber auch noch Geduld.

Arnsberg..  Vor fast einem Jahr begann in der Stadt ein spannender Prozess: Die „Generation Zukunft Arnsberg“ (GZA) wurde gefragt, wie sie ihre Stadt lebenswerter machen möchte. Viele Ideen und Projekte wurden entwickelt und in Workshops konkretisiert. „Generation Zukunft ist aus der Projektphase nun heraus und soll verstetigt werden“, betont Christian Eckhoff aus dem Fachdienst Förderung von jungen Menschen und ihren Familien bei der Stadt Arnsberg, „hierbei gilt natürlich, dass dies nur unter aktiver Beteiligung der Jugendlichen wirklich funktioniert.“

Karrieremarketing vorangeschritten

Weit vorangeschritten ist das Projekt rund um das von Jugendlichen der Stadt gewünschte Karrieremarketing. „Das Gesamtkonzept wird erarbeitet“, sagt Eckhoff. Die ersten Schritte hier seien die Erstellung eines Best Practice Katalogs von guten Projekten der Berufsorientierung. „Hier sind bereits über 300 Projekte gesammelt worden, die nun im nächsten Schritt von den Beteiligten bewertet werden sollen“, so Eckhoff. Hier sei die Mitarbeit der jungen Menschen gefordert. ­Parallel arbeitet die Gruppe der Ausbildungsmesse intensiv, wo es auch darum geht, das Projekt der Ausbildungsbotschafter zu entwickeln und in die Messe einzubauen.

Ein wichtiges Thema der jungen Arnsberger Denk-Werkstatt war Kommunikation. „Die Arnsberg-Jugend APP geht voran“, sagt Eckhoff und räumt zugleich ein, „wenn auch nicht so schnell, wie es sich die jungen Leute wünschen würden“. Gespräche werden aber schon mit einem Anbieter geführt, der ein Angebot erarbeitet.

Ungeduld ist das Recht der Jugend und aller Macher. In der APP-Gruppe war erst Ernüchterung zu spüren gewesen, weil es nicht direkt in die Umsetzung ging, sondern zunächst darum, sich noch einmal konkret auf inhaltliche Fragen und auch auf die Bereitschaft der Mitarbeit zu verständigen. „Nachdem wir dies nun geklärt haben, konnten wir das Thema nun gezielt angehen und hoffen darauf, dass nun bald das Angebot vorliegt und auch finanziert werden kann“, so Eckhoff. Lösungen seien aber in Aussicht.

Im Bereich Freizeit fließen Ideen der jungen Leute aus dem Projekt vor allem in laufende Verfahren ein. Im Bereich der Stadtentwicklung stehen zahlreiche Vorhaben in den nächsten Jahren an, bei denen immer wieder die unterschiedlichsten Beteiligungsmöglichkeiten angeboten werden. Die Beleuchtung unter der Ohl-Brücke ist abgeschlossen. Hier waren Jugendliche nicht mehr direkt beteiligt, da es hier nur noch um die Umsetzung ging.

Beim Projekt „Wildnis in der Stadt“ – der Auftaktworkshop findet am 15. Januar zunächst noch als „Erwachsenenrunde“ statt – geht es um die Gestaltung des Naturerlebnisraumes Binnerfeld/Ruhr. Die Beteiligung erfolgt durch junge Erwachsene und Mitarbeiter der Jugendarbeit. „Im nächsten Schritt muss überlegt werden, wie man das Thema auch jugendgerecht bearbeitet“, sagt Eckhoff. Interessant hierbei sei, dass die unterschiedlichsten Inter­essengruppen aufeinander treffen (Naturschutz, Freizeit, Sport, Jung und Alt). Im Naturerlebnisraum Arnsberg im Eichholz wird es in der nächsten Zeit auch wieder eine Reihe von Workshops geben. Hier sind Jugendliche, Jugendzen­tren und Schulen aktiv beteiligt. Richtig stolz ist Christian Eckhoff auf die bisherigen Erfolge im Bereich Kultur. „Da haben wir natürlich mit den Kultur-Alarmern eine ganz aktive Gruppe, die auch für die nächste Zeit schon wieder eine Reihe von Aktionen plant“, sagt Eckhoff. Des Weiteren gebe es über den Kultur Rucksack-NRW eine Reihe von Möglichkeiten, wo die Projektideen umgesetzt werden können und werden. Dies erfolgt unter Federführung des Kulturbüros.

Vernetzung ins Gesamtpaket

Vielfach, so bestätigt Eckhoff, gehe es jetzt auch um Vernetzung der GZA-Ideen mit bestehenden Vorhaben und anderen angestoßenen Maßnahmen. Nicht alles ist und war möglich. „Die Jugendlichen haben ein gutes Gespür dafür, was geht und was nicht“, so Eckhoff, „für die Beteiligten ist es aber wichtig zu sehen, dass etwas passiert.“