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Gehsteig-Sanierung

Geldverschwendung am Ginsterweg

22.01.2015 | 18:00 Uhr
Geldverschwendung am Ginsterweg
„Es ist nicht besser geworden“: Andreas Werther zeigtFoto: Torsten Koch

Arnsberg. „Stolperfallen am ­Ginsterweg sollen weichen“, titelte diese Zeitung in ihrer Ausgabe vom 8. August 2014.

Die damalige Berichterstattung zielte auf den – bergab verlaufend betrachtet – rechten Bürgersteig des Ginsterwegs. Dieser war auf einer Länge von etwa 200 Metern – im Bereich des Hauses Nummer 27, des Seniorenzen­trums „Haus zum Guten Hirten“ – in einem desolaten Zustand; und ist es noch immer.

Zwar wurde inzwischen am Gehweg gearbeitet, doch das Ergebnis bezeichnet Andreas Werther schlicht und einfach als „Geldverschwendung“. Der in Wetter-Wengern wohnende, gebürtige Sunderner hatte sich vor einigen Monaten im Gespräch mit der Redaktion über die zahlreichen Schlaglöcher und hoch stehenden Kantsteine beschwert.

Seine 88-jährige ­Mutter Lisbeth lebt seit fast fünf Jahren im von der Diakonie Ruhr-Hellweg betriebenen Alten- und Pflegezentrum; ist auf ihren Rollator angewiesen. Der marode Bürgersteig macht ihr und weiteren Bewohnern zu schaffen.

Die Stadtverwaltung hatte sich seinerzeit sehr aufgeschlossen gezeigt: Vier aus dem Boden ragende Schrauben, mit denen früher ein Straßen- oder Verkehrsschild befestigt gewesen sein muss, wurden umgehend abgefräst. Die Stadtwerke schickten kurze Zeit später einen Mitarbeiter vorbei, der den Gehsteig in Augenschein nahm.

„Verschlimmbesserung“

Doch das Ergebnis der daraufhin eingeleiteten Maßnahmen geht wohl nur als „Verschlimmbesserung“ durch: „Drei, vier große Löcher hat man mit Kaltasphalt verfüllt, dann wurde der Bürgersteig geflickt“, berichtet Andreas Werther. Aber dieses Provisorium habe dazu geführt, dass eine Menge neuer, kantiger Stolperfallen entstanden sind. „Ich habe früher selbst im Straßenbau gearbeitet – die Qualität dieser Sanierungsmaßnahme ist absolut nicht akzeptabel“, meint der besorgte Sohn – und wundert sich, wer das bei der Abnahme so hat durchgehen lassen.

Unbürokratische Hilfe

Die Stadtverwaltung werde den Sachverhalt erneut prüfen und sich die Sache anschauen, erklärte Stadtsprecherin Stefanie Schnura gestern auf Anfrage. Ansprechpartner Wolfgang Schomberg, Geschäftsbereichsleiter Straßen- und Brückenbau bei den Stadtwerken, war aus terminlichen Gründen kurzfristig nicht zu erreichen. Im August hatte er schnell und unbürokratisch geholfen – vielleicht ist das ja erneut möglich?!

Torsten Koch

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2015-01-22 18:00
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