Gedenken an die Opfer von Gewalt
15.11.2009 | 15:15 Uhr 2009-11-15T15:15:00+0100
Arnsberg. Der Volkstrauertag wurde im Arnsberger Stadtgebiet von einer Reihe von Gedenkfeiern begleitet. Auch auf dem Eichholzfriedhof wurde den Opfern von Gewalt, Krieg und Terror gedacht.
An mehreren Stellen im Stadtgebiet versammelten sich am gestrigen Volkstrauertag Vereine und Institutionen an den Ehrenmalen, um den Opfern von Krieg, Terror und Gewalt zu gedenken. Auch auf dem Arnsberger Eichholzfriedhof, wo der Städtische Musikverein Ausrichter der Gedenkstunde war.
Mahnende Worte
Mahnende Worte richtete dessen Vorsitzender Norbert Baumeister an die Teilnehmer der Veranstaltung: „Kriege entstehen nicht aus dem Nichts, sie haben einen Vorkrieg mit Reden, Drohungen und Propaganda. Die Bevölkerung wird heiß gemacht für den Krieg, und das gelingt umso eher, je mehr Gewaltbereitschaft in den Mitgliedern und Strukturen einer Gesellschaft entstanden ist.” Baumeister erinnerte in diesem Zusammenhang an den Friedensnobelpreisträger und Redakteur Carl von Ossietzky, der sich während der Weimarer Republik und zu Beginn der 30er Jahre in seiner Wochenzeitschrift „Weltbühne” öffentlich gegen Aufrüstungspläne der Reichswehr und die Parolen der Nationalsozialisten aussprach. Ossietzky wurde in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert und dort schwer misshandelt. 1938 starb er unter Polizeiaufsicht in einem Berliner Krankenhaus. Vor dem Mahnmal auf dem Eichholzfriedhof legten gestern Vertreter der Bezirksregierung, der Bundeswehr, der Stadt und des Traditionsverbandes der 126. Infanterie-Division je einen Kranz nieder.
Musikalische Begleitung
Die Gedenkstunde wurde musikalisch umrahmt vom Oratorienchor des Städtischen Musikvereins und vom Blasorchester der Bürgerschützengesellschaft.

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