Geballte Lebensfreude
11.09.2010 | 07:00 Uhr 2010-09-11T07:00:00+0200
Hüsten. Auch bei leichtem Nieselregen lassen sich Sauerländer ihr Kirmesvergnügen nicht entgehen. So strömten Freitagabend - zum Auftakt der Hüstener Kirmes - wieder Tausende Besucher zum Kirmesgelände und genossen die geballte Lebensfreude auf dem Rummelplatz
Offiziell eröffnet wurde die Kirmes wieder mit Böllerschüssen, die um 18 Uhr auch das Startzeichen für die Eröffnungsfeier im Festzelt waren. Vor zahlreichen Gästen erinnerte der Vorsitzende der Hüstener Kirmesgesellschaft, Ingo Beckschäfer, an das 75-jährige Bestehen seines Vereins in diesem Jahr.
„In der damaligen Zeit des Nationalsozialismus war der Vorgänger der Kirmesgesellschaft, der Landwirtschaftliche Lokalverein, aufgelöst worden. Im Frühjahr 1935 wurde dann die Hüstener Kirmesgesellschaft gegründet und im August 1935 als Verein eingetragen“, berichtete Ingo Beckschäfer, der rückblickend auf die 75-jährige Vereinsgeschichte insbesondere das starke ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder und zahlreichen Helfer lobte.
Diesem Lob schlossen sich auch Bürgermeister Hans-Josef Vogel in seinem Grußwort sowie WESTFALENPOST-Chefredakteur Bodo Zapp als Festredner an. Vogel wies darauf hin, dass die Hüstener Kirmes schon seit längerem zu den wenigen Jahrmärkten in Deutschland gehöre, die von einem Verein veranstaltet werden würden.
Vogel rief in seiner Rede auch alle Kirmesfans auf, zu einer historischen Sammlung von Fahrchips der Hüstener Kirmes beizutragen. „Es wäre sehr schön, wenn es in Hüsten mal eine Ausstellung der vielfältigen Fahrchips aus vielen Jahrzehnten Kirmesgeschichte gäbe“, so Vogel.
Nachdem zwischendurch der Musikverein Bruchhausen mit flottem Bühnenspiel die Gäste unterhalten hatte, bekam Bodo Zapp das Wort. Der WP-Chefredakteur bezeichnete die Hüstener Kirmes als „ein Stück Lebensqualität im Sauerland“. Denn wer arbeite, müsse auch feiern können. Und zum Feiern biete die Hüstener Kirmes die vielfältigsten Möglichkeiten. Doch vor allem sei die Hüstener Kirmes DER beliebte jährliche Treffpunkt zum Wiedersehen von Freunden und Bekannten - aus jeder Altersklasse.
In launigen Worten wandte sich Bodo Zapp dann auch noch speziell an die Hüstener, die in diesem Jahr viele Jubiläen feiern konnten. Er erinnerte insbesondere an das Jubiläum „650 Jahre Freiheit Hüsten“, das vor einigen Monaten in der Hüstener Schützenhalle gefeiert wurde. Daher wolle er sich in Hüsten nun auch mal die Freiheit herausnehmen, kurz zu sprechen und die Gäste nun nicht mehr lange aufs Freibier warten zu lassen. Dann schritt Bodo Zapp zum traditionellen Fassanstich und nach drei Schlägen floss der Gerstensaft in Strömen. Für einen stimmungsvollen Ausklang der Eröffnungsfeier sorgte schließlich eine Tanzgruppe von André Schypula

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