Frühlingshafte Hommage an die Schöpfung
19.03.2010 | 16:05 Uhr 2010-03-19T16:05:00+0100Rumbeck. Dem Schöpfer auf der Spur. In jedem Frühling zeigt sich mit dem Erwachen der Natur das Geheimnis des Werdens neu. Der „Frühlingspoesiepfad” im Rumbecker Mühlbachtal ist eine Hommage an die Schöpfung und zu gleich Mahnung, sie zu erhalten.
Der Kuckuck ruft, der Käfer brummt und der Winter sagt endgültig ade. Frühlingsduft liegt in der Luft und das „Klack-Klack-Klack” der Nordic-Walker auf der Poesiepfad-Runde. Auch die Lyrikliebhaber sind in Aufbruchstimmung, die Schöpfung in der Dichtung inmitten der Natur zu erkunden. „Wir sind Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will,” beschrieb Albert Einstein das lebendige Miteinander, das leider gerade durch das Verhalten des Menschen immer wieder nur zu leicht aus der Balance gerät.
„Die Schöpfung zu bewahren, ist eine unserer ureigensten Aufgaben”, erklärt Förster Wolfram Blanke, dem dieses Thema auch in seiner lyrischen Umsetzung am Herzen liegt. „Bei der Auswahl der Gedichte haben wir dieses Mal Rat bei Profis eingeholt,” so Dr. Markus Meik als Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft. „Wir haben Arnsberger Geistliche befragt, wie für sie die Schöpfung greifbar wird.”
"... es fallen alle Sorgen"
So beginnt der Frühlingspoesiepfad mit dem Evangelium nach Johannes: „Im Anfang war das Wort...” Worauf gleich Goethe seinen Faust antworten lässt: „Hier stock ich schon. Wer hilft mir weiter fort?”
Die Herrlichkeit der Natur im Schöpfungslied mit Heinrich Heine oder den Sonnengesang Franz von Assisis besingen. Auch der weise Indianerhäuptling „Seattle” kommt zu Wort. Und Theodor Fontane rät: „An einem Sommermorgen da nimm den Wanderstab, es fallen alle Sorgen wie Nebel von dir ab.”
Fünf Jahre Poesiepfad
Ob Spazier- oder Nordic-Walkingstock, der Poesiepfad lädt nun ein, die Schöpfung mit allen Sinnen zu erleben. Im Sommer wird der lyrische Wanderweg übrigens fünf Jahre alt. Was am 2. Juli gebührend gefeiert wird.

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