„Frischzellenkur“ tut Ausbildungsmesse gut

„Die Ausbildungsmesse 2015 im Kaiserhaus wird ein Erfolg“, meinen Bernd Lepski (rechts), Dirk Hoffmann (hinten rechts, beide WFA), Achim Dymek (2. von rechts) und die FSG-Schüler, die sich das neue Messe-Outfit überlegt haben.
„Die Ausbildungsmesse 2015 im Kaiserhaus wird ein Erfolg“, meinen Bernd Lepski (rechts), Dirk Hoffmann (hinten rechts, beide WFA), Achim Dymek (2. von rechts) und die FSG-Schüler, die sich das neue Messe-Outfit überlegt haben.
Foto: WP

Arnsberg..  „Nimm Deine Zukunft selbst in die Hand“ heißt es auf dem Deckblatt des Flyers, den Annika und Rebecca auf dem Foto unten rechts aufmerksam lesen. Die jungen Damen, beide 16 Jahre alt, besuchen das Franz-Stock-Gymnasium und gehören zu einer Gruppe von elf FSG-Schülern, die der kurz bevorstehenden Arnsberger Ausbildungsmesse eine gelungene „Frischzellenkur“ verpasst haben.

Was nicht heißen soll, dass sich die Veranstaltung, die am 29./30. Mai bereits zum sechsten Mal stattfindet, komplett neu erfinden muss – aber Präsentation und Ansprache haben sich ansprechend verändert.

„Unsere Zielgruppe sind Schüler der Klasse 9“, erklärt Bernd Lepski, Wirtschaftsförderer bei der Stadt Arnsberg und Mitorganisator der Messe. Und wie diese jungen Leute „ticken“ wissen am besten – junge Leute. Fast zeitgleich wurde im Sommer 2014 am FSG und in Reihen der Wirtschaftsförderung über ein frischeres Messe-Outfit nachgedacht. „Schüler haben mich darauf angesprochen“, sagt Achim Dymek, Lehrer am FSG. Über die Initiative „Homebase Sauerland“ wurde der Kontakt geknüpft, ein erstes Treffen bildete die Grundlage der gemeinsamen Arbeit am „Projekt Messe“.

Jetzt, einige Monate später, sind die Neuerungen umgesetzt – und die jugendlichen Ideengeber zufrieden. „Wir finden uns wieder“, kommentiert Damian das Ergebnis.

Als Orientierungshilfe werten er und seine Mitschüler aus den Arbeitsgruppen die Ausbildungsmesse: „Es geht darum, Einblick in die Berufswelt zu bekommen.“ Der neue Slogan „Nimm Deine Zukunft selbst in die Hand“ – zu finden auf Flyern und Plakaten – gibt das Signal: „Jetzt beginnt die Zeit, seinen Berufsweg zu planen.“ Um dafür einen Plan zu haben, wurde das Ausstellerverzeichnis übersichtlich mit Farben für die Berufsgruppen – z.B. „Rot“ für technische Berufe – gekennzeichnet. Routenplaner greifen diese Farben auf und führen Messebesucher planvoll zu den im weit verzweigten Kaiserhaus verteilten Ständen der teilnehmenden Unternehmen und Institutionen.

Dieses Jahr 70 Aussteller dabei

Deren Zahl hat sich erneut erhöht, waren es im Vorjahr 53, sind dieses Mal 70 Aussteller dabei, darunter erstmals Amtsgericht Arnsberg, Perstorp Chemicals, Infineon, Barmer GEK sowie „einsU“, eine Initiative Sunderner Unternehmer. Für ­jeden Aussteller gibt es an dessen Stand einen „Info-Steckbrief“.

Bei der Ansprache der Messebesucher setzen die „Innovatoren“ auf Direktheit: „Komm zu uns und sieh Dich um“, heißt es im Flyer, der Erziehungsberechtigte außen vor lässt. „Es ist uncool, mit Eltern zu kommen“, sind sich die FSGler einig. Sie müssen es wissen, schließlich haben sie sich 2014 selbst auf der Ausbildungsmesse informiert.

Das steht einigen tausend Arnsberger Neuntklässlern nun bevor – am Freitag, 29. Mai, ganz offiziell von der Schule organisiert, tags darauf vertiefend und individuell, ganz nach dem neuen Motto.

Wer sich vorab informieren möchte, findet den Flyer auf der Website der Wirtschaftsförderung Arnsberg www.wfa-arnsberg.de

Die Messe hat auch eine eigene Präsenz auf facebook, außerdem gibt es eine Ausbildungs-App.