Freudentränen fließen bei der Siegerehrung

Für „Bestes Stück“ erhält die Theodor-Heuss-Schule beim Theater-Festival „Schools on Stage“ den ersten Preis. Unter Leitung von Katharina Milke und Cristiana Brökelmann  wurde das Stück „Reset“ aufgeführt.
Für „Bestes Stück“ erhält die Theodor-Heuss-Schule beim Theater-Festival „Schools on Stage“ den ersten Preis. Unter Leitung von Katharina Milke und Cristiana Brökelmann wurde das Stück „Reset“ aufgeführt.
Foto: WP

Arnsberg..  Es war wie eine kleine Oskar-Verleihung, als die Akteure aus neun Gruppen von fünf Arnsberger Schulen bei „Schools on Stage“ mit ihren Familien, Freunden und Bekannten im Kulturzentrum Berliner Platz saßen und auf die Vergabe der Preise warteten. Beteiligt waren Schüler und Lehrer von Franz-Stock-Gymnasium, St.-Ursula-Gymnasium, Fröbelschule, Theodor-Heuss-Schule und St.-Michael-Schule. 14 Tage harte Theaterarbeit sollten nun belohnt werden (wir berichteten). Organisator und Moderator Dirk Hammel machte es spannend. Aber erst musste mal geklärt werden, wer die Veranstaltung moderiert. Denn die kecke neunjährige Ina Zinter von der Heinrich-Knoche-Schule machte Hammel klar, dass es eine Schülerveranstaltung ist und er sein Mikrophon mal auf stumm schalten sollte.

In sechs Kategorien mussten die Juroren ihre Entscheidung treffen. „Es war nicht leicht, alle Gruppen waren hervorragend aufgestellt und präsentierten sich sehr gut. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual“, meint Jens Niemeier, Theaterpädagoge und Musiker. Mit ihm saßen Karin Moog, Arne Nobel (Schauspielhaus Bochum), Martin Horn (deutscher Schauspieler), Dirk Hammel und Niclas Padberg (Schüler SUG) in der Jury. „Wir haben dieses Mal einen Schüler in die Jury geholt, um eine andere Sichtweise bei der Bewertungsdiskussion zu bekommen. Er hat uns auf den Boden der Tatsachen geholt, mit Schwerpunkt auf den Jugendlichen“, begründen Hammel und Moog.

Aber nun zur spannenden Preisverleihung. Den Preis für die „beste Musik-Multimedia“ bekam die Fröbelschule mit ihrem Stück „Außer Kontrolle“ unter Leitung von Stephanie Kembügler und Kristin Schott. Das beste Bühnenbild-Ausstattung-Innovation hatte die Theater AG des SUG mit „Dream-Team“ unter Leitung von Harald Prattki und Saskia Senft. Das beste Ensemble in der Kategorie Schauspiel/Gruppendynamik war die Theater AG der Klasse 7 und 8 des SUG unter Leitung von Daniela Hollmann und Saskia Senft mit „Chaos im Märchenland“.

Das beste Schauspiel mit bester Authentizität lieferte das Ensemble von Arnsbergs Helden mit „Wir haben eine Stimme“ unter Leitung von Tosca Fahlefeld und Jens Kröner.

„Hamlet-Variationen“

Das beste Gesamtkonzept brachte eindrucksvoll der Literaturkurs des SUG unter Leitung von Haimo Hieronymus und Johannes Sanders auf die Bühne. Sie zeigten „Hamlet-Variationen“. Nun stellte sich noch die Frage, wer lieferte das „beste Stück“. Den Preis holte sich die Theodor-Heuss-Schule mit „Reset“. Die Leitung hatten Katharina Milke und Cristiana Brökelmann. Bei dem Preis überschlugen sich die Emotionen bei den Schülern, es flossen einige Freudentränen.

Gerd Schmidt, Fachbereichsleiter Schule und Familie der Stadt Arnsberg, lobt das Theaterfestival: „Hier können die Jugendlichen ihre Kreativität entfalten und über ihren eigen Schatten springen. Das Arnsberger Schülertheater-Event ist ein wichtiges Element in unserer Stadt.“

Ohne Sponsoren geht es nicht. Ein großer Sponsor ist die Sparkasse Arnsberg-Sundern. Musikalisch begleitet wurde die Preisverleihung vom SUG-Orchester.