Fischer beklagt dilettantischen Umgang mit Licht-Exponaten

Neheim..  Der Neheimer Klaus-Josef Fischer sammelt seit vielen Jahren im Werk-Neheim Schätze der örtlichen Industriegeschichte und stellt diese auch immer wieder der Öffentlichkeit vor. Die jetzige Feststellung von Kulturbüroleiter Peter Kleine, dass ein Neheimer Leuchtenmuseum aus finanziellen Gründen nicht zu realisieren sei, macht ihn fassungslos. Er spricht von einem „dilettantischen Umgang“ mit der Sammlung.

2500 Exponate schlummern

Dabei gebe es gute Voraussetzungen für ein Museum. Nicht nur, dass es den Museumsverein für Licht und Beleuchtung schon seit fast einen Vierteljahrhundert gäbe. „Es lagern über 2500 Exponate im Keller an der Möhnestraße“, so Klaus Josef Fischer.

Er habe sich vor einigen Jahren dem Museumsverein angeschlossen und habe versucht, etwas Bewegung in die Ausstellung zu bringen. „Bei einer jährlichen Sitzung ist dies schwer möglich und vermutlich nicht gewollt“, kritisiert Klaus Josef Fischer.

Mehrfach sei angemahnt worden, sich in einen ordentlichen Internetauftritt darzustellen. „Stichwort visuelles Museum“, so Fischer. Doch hätten es die Verantwortlichen noch nicht einmal zu einer Seite gebracht. Die offizielle Adresse lautet www.licht-museum.de. Wer das eingibt, sieht nur den Hinweis „Hier entsteht die neue Webseite lichtforumNRW. Klaus-Josef Fischer appelliert an die heimische Industrie, die Neheimer Werbegemeinschaft und die Arnsberger Bürger.

„Lasst diesen Museumsschatz nicht untergehen!“, sagt er. Zugleich macht der Industriegeschichte-Sammler ein Angebot: „Bevor der Container kommt, stelle ich meine Räume zur Verfügung und versuche mit einfachen Mitteln die Geschichte unserer Stadt zu bewahren“.