Festival im Pferdestall wird gestrafft

Margret Haurand, Uta Koch und Matthias Berghoff (von links) vom Organisationsteam des Festivals „Kultur Rockt“ vor dem Pferdestall in Dörnholthausen, der im Juli zum Kulturtempel wird. „Quito“ zieht dann auf die Weide um...
Margret Haurand, Uta Koch und Matthias Berghoff (von links) vom Organisationsteam des Festivals „Kultur Rockt“ vor dem Pferdestall in Dörnholthausen, der im Juli zum Kulturtempel wird. „Quito“ zieht dann auf die Weide um...
Foto: WP

Dörnholthausen..  „Quito“ und seine Kumpel sind – wenn überhaupt – die einzigen, bei denen das bevorstehende Event nicht für Vorfreude sorgt, denn Pferde und Ponys ­müssen im Juli ein paar Tage umziehen. Schließlich heißt es nicht ohne Grund: „Kultur Rockt – Das Sommerfestival im Pferdestall.“

Die Vorbereitungen für dieses Festival auf dem Hof Berghoff in Dörnholthausen haben längst begonnen – und die dritte Auflage lockt mit einigen Neuerungen:

Charakter des Events wird gestärkt

„Um den Festival-Charakter zu stärken, präsentieren wir dieses Mal alle Veranstaltungen zeitlich gestrafft – quasi am Stück“, erklärt ­Matthias Berghoff die wohl wichtigste Änderung. Fanden die voran gegangenen Kultur-Events jeweils über rund vier Wochen gestreckt statt, sind es dieses Jahr fünf Tage hintereinander – vom 8. bis 12. Juli.

Den anwesenden Künstlern soll diese Straffung ermöglichen, sich besser austauschen zu können. Das dürfte sich für alle Beteiligten lohnen, denn das Teilnehmerfeld ist erneut hochkarätig. Als „Fixpunkt“ dabei ist Echopreisträger Alexander Krichel, der die Festivalbesucher schon 2013 und 2014 auf dem Klavier in seinen Bann zog. Dieses Jahr spielt der Pianist gleich zwei Mal auf – samstags als Solist mit Werken von Mozart und Chopin; sonntags gemeinsam mit Olga Volkova (Violine) und Gabriel Schwabe (Violoncello) vor allem Tschaikowski-Stücke. Doch nicht nur Freunde der ­(klassischen) Musik sollen auf ihre Kosten kommen:

„Kultur Rockt“ hat den Anspruch, Stars der Musik mit Größen aus Literatur, Schauspiel und bildender Kunst zusammen – und dem Publikum nahe – zu bringen.

Dabei sorgen familiäre Atmosphäre und das urige Ambiente des Pferdestalls für ein ganz spezielles Festival-Feeling. Abgerundet wird das Ganze mit Aktionen für Kinder – und natürlich reichlich kulinarischen Erlebnissen.

Die enge Zeitschiene wird die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer fordern, soll aber, Erfolg vorausgesetzt, beibehalten werden. Dieser dürfte sich angesichts des kulturellen Angebotes fast zwangsläufig einstellen: Das renommierte Jazz-Trio „Bern, Brody & Rodach“, Künstler Christian Awe, Schauspieler Tom Schilling (erstmals wird ein Kinofilm im Pferdestall gezeigt – mit ihm in der Hauptrolle), Autor Thomas Meyer und die Band „The Major Minors“ sind allesamt Garanten für reichlich Besucher. Die kommen übrigens nicht nur aus der Region, sondern auch aus dem Rheinland und dem „Pott“.

„Quito“ und seinen Kumpeln wird’s recht sein – schließlich ist es im Sommer auf der Weide viel schöner, und die Ponys müssen eh arbeiten, schließlich steht für kleine Gäste Ponyreiten auf dem ­Programm...