FDP fühlt sich als großer Gewinner
27.09.2009 | 22:00 Uhr 2009-09-27T22:00:00+0200Arnsberg/Sundern. Große Einbrüche mussten die beiden Volksparteien SPD und CDU bei der Bundestagswahl in Arnsberg und Sundern bei den Zweitstimmen hinnehmen. Direkt in den Bundestag zieht Dr. Patrick Sensburg (CDU) ein.
Kreisweit erhielt Sensburg 51,7% der Erststimmen. Ganz so groß war in Arnsberg die Zustimmung für ihn nicht (44,3). Auch in Sundern verlor der CDU-Kandidat 8,7 Prozentpunkte gegenüber dem CDU-Resultat von 2005, kam aber immerhin noch auf 50,5% der Erststimmen.
In Arnsberg verloren die beiden „Großen” tausende Wähler. 6629 Arnsberger weniger als noch 2005 wählten die SPD. Auch die CDU konnte 2763 Arnsberger weniger als noch vor vier Jahren mobilisieren. Mit 29,4% (SPD) und 36,4% (CDU) lagen beide Volksparteien auch deutlich unter ihrem Kommunalwahlergebnis vor vier Wochen — die CDU sogar um mehr als zehn Prozent.
12,6 Prozent der Erststimmen für Ehrenberg in Sundern
Großer Gewinner in Arnsberg (14,6%) war wie bundesweit und im ganzen Hochsauerlandkreis (16,3%) die FDP. Der aus Sundern stammende Direktkandidat Hans-Werner Ehrenberg (FDP) war mit 12,6 Prozent der Erststimmen in Sundern einer der Gewinner. Bei der Zweitstimme wurden in der Röhrstadt von der FDP 17,1% erreicht. Ehrenberg rechnete zunächst noch damit, über die Landesliste in den Bundestag einziehen zu können. Gestern Abend zeichnete sich aber ab, dass das wohl nicht gelingt. „Schade”, sagte Ehrenberg, „wo wir im Sauerland so stark waren, wäre schön gewesen, wenn auch ein Sauerländer für die FDP im Bundestag gesessen hätte”.
Spitz gerechnet wird auch beim Wahlverlierer SPD: Erst heute wird sich entscheiden, ob HSK-Kandidat Dr. Karsten Rudolph noch über die Landesliste der SPD nach Berlin kommen kann.
„Linke” überholt Grün
Als vierte Kraft löst auch in Arnsberg und Sundern die „Linke” die „Grünen” ab. In beiden Städten zog „Dunkelrot” auf der linken Überholspur vorbei. Stärkste Kraft der ganz kleinen Parteien wurden die „Piraten”. In Arnsberg erreichten sie 1,4 Prozent. Die Rentner-Partei spielte in der hiesigen Region keine Rolle.

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