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Umbau Bahnhof Neheim-Hüsten

„Fast wie ein neuer Bahnhof“

12.03.2016 | 18:00 Uhr
„Fast wie ein neuer Bahnhof“
Der Umbau des Bahnhofs Neheim-Hüsten – hier aus der Vogelperspektive – hat sich bereits wiederholt verzögert, doch jetzt soll es in den Sommerferien 2016 endlich losgehen. Foto:Hans Blossey

Neheim-Hüsten. Der Umbau des Bahnhofs Neheim-Hüsten hat sich bereits wiederholt verzögert, doch jetzt hat Bauherr „DB Station & Service“ den Zeitplan für die umfangreichen Arbeiten konkretisiert. „Start ist in den Sommerferien 2016“, erklärt Dirk Pohlmann auf Anfrage dieser Zeitung.

Allerdings führe das zunächst nicht zu Beeinträchtigungen direkt auf dem Bahnhofsgelände, denn: „Anfangs stehen Arbeiten an den Gleisanlagen und Weichen im weiteren Umfeld auf dem Plan“, so der Leiter der Pressestelle der Deutschen Bahn in Düsseldorf weiter. Diese Maßnahmen führten allerdings ebenfalls zu Umstellungen für Bahnfahrer, vermutlich wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Detaillierte Info dazu will die Bahn rechtzeitig mitteilen.

Eineinhalbjährige Bauzeit

Ende September dieses Jahres geht es dann auf dem Gelände zwischen Bahnhofstraße und Kleinbahnstraße weiter. Bei Arbeiten an den Bahnsteigen sowie für den neuen Tunnel seien Sperrungen unumgänglich. Diese ­sollen aber in erster Linie an den Wochenenden erfolgen. „Nur zu Beginn des Umbaus werden unsere Kunden mit diesen Sperrungen konfrontiert“, erklärt Pohlmann dazu.

Der Zugbetrieb wird auf jeden Fall aufrecht erhalten – während des gesamten Zeitraums. Diesen gibt die Bahn mit eineinhalb Jahren zu Protokoll: „Anfang 2018 ist die Baumaßnahme abgeschlossen“, heißt es aus Düsseldorf. Und was wird gebaut?

Im Zuge der „zweiten Modernisierungsoffensive“ der Bahn – kurz „MOF 2“ – werden die vorhandenen, sehr niedrigen Bahnsteige um 76 Zentimeter ­angehoben. So entstehen barrierefreie Zustiegsmöglichkeiten, von denen in erster Linie behinderte und ältere Menschen profitieren. Der „Mittelbahnsteig“, den Fahrgäste derzeit nach Überqueren von Gleis eins erreichen, hat nach Abschluss der Baumaßnahmen ausgedient, wird zurück gebaut. Statt­dessen entsteht ein neuer, 170 Meter langer Mittelbahnsteig. Neu entstehen soll nach den ­Plänen der Bahn auch eine Unterführung mit dazu gehöriger Fahrstuhlanlage: Bahnreisende gelangen zukünftig nicht mehr über-, sondern unterirdisch zu den Zügen – komplett unter den Gleisen eins und zwei geht es auf den neuen Bahnsteig. Außerdem sind neue Wetterschutzhäuschen vorgesehen sowie eine komplett neue Beleuchtung und Beschilderung.

„Fast wie ein neuer Bahnhof“, sagt Dirk Pohlmann über das mehr als sieben Millionen Euro teure Projekt (Kosten: siehe Infokasten unten).

Torsten Koch

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2016-03-12 18:00
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