Fans von Robbie Williams sitzen Ticketbetrüger aus Soest auf

Fans, die bei einem Soester Konzertkarten für Robbie Williams gekauft haben, sind offenbar betrogen worden.
Fans, die bei einem Soester Konzertkarten für Robbie Williams gekauft haben, sind offenbar betrogen worden.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Ein Soester soll mit Event-Tickets betrogen haben. Es geht unter anderem um 30 Karten für die Champions League und 72 Karten für einen Gig von Robbie Williams.

Arnsberg/Soest.. Es geht um viel Geld, um Karten für Fußballspiele, Rockkonzerte und das Münchner Oktoberfest. Vor den Schranken des Arnsberger Landgerichts muss sich jetzt ein Soester verantworten, der mit den lukrativen und gesuchten Karten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Arnsberg viel Geld verdient hat. Haken an der Sache: Der Mann war nicht in der Lage die begehrten Tickets zu liefern.

In der Anklageschrift geht es um 30 Tickets für die Champions League und die Bundesliga, um 72 Karten für Robbie Williams-Auftritte und in zwei Fällen um Zugang zum Oktoberfest. Der Soester soll ferner trotz Überschuldung der Firma in fünf Fällen insgesamt 89.000 Euro aus dem Firmenvermögen für sich vereinnahmt sowie keinen Insolvenzantrag gestellt haben.

Gemeinsam mit seiner Mutter, die offiziell Geschäftsführerin der Ticketverkaufsfirma war, wird ihm daneben vorgeworfen, für die Steuerjahre 2010 bis 2013 durch falsche Steuererklärungen oder falsche Umsatzsteuervoranmeldungen Steuern hinterzogen zu haben. Auf den Angeklagten soll ein Steuerschaden in Höhe von etwa 436.000 Euro und auf die Angeklagte ein Steuerschaden in Höhe von ca. 501.000 Euro entfallen.

Vorschau für Prozesse

Die 6. Große Strafkammer als Wirtschaftsstrafkammer tagt erstmals am 29. April in der Sache, es folgen weitere drei Termine im Mai, bis wohl das Urteil fallen wird.Schon ab kommenden Donnerstag steht ein Duo aus Arnsberg vor dem Landgericht: Die Staatsanwaltschaft wirft den 32- und 34 Jahre alten Männer schweren Raub und räuberische Erpressung vor. Die 2. Große Strafkammer hat weitere Termine am 28. April, sowie am 5. und 12. Mai angesetzt, um den Fall aufzuklären und zu urteilen.

Prozess Die Männer sollen in Arnsberg in der Zeit zwischen dem 10. September bis 12. Oktober durch Vorhalten von Messern, Pistolen oder Schraubendrehern gegenüber einem Taxifahrer, in drei Tankstellen, einem Kiosk und einer Bäckereifiliale jeweils durch Drohung die Herausgabe von Geld bzw. den Verzicht auf die Bezahlung erwirkt zu haben. Die jeweilige Beute soll zwischen Verkaufswaren und Geldbeträge bis zu 400 Euro gelegen haben.

Einem Angeklagten wird ferner vorgeworfen, alleine in der Zeit vom 25. April bis zum 25. September in Arnsberg und Fröndenberg drei Diebstähle, einmal Schwarzfahren und eine weitere räuberische Erpressung unter Vorhalten eines Messers in einer Bäckerei begangen zu haben. Beide Angeklagte befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Spannend wird heute auch ein Prozess gegen einen 47-jährige Werler: Er soll einem Zeugen gedroht haben, ihn beim Zoll wegen „Schwarzarbeit“ anzuzeigen, wenn er nicht eine Überweisung über gut 1100 Euro vornehme. Dadurch soll der Angeklagte eigene aus einer Verurteilung resultierende Schulden habe begleichen wollen. In allen Fällen zahlte der Zeuge nicht.