Ex-Mieter landet im Krankenhaus
01.02.2012 | 17:40 Uhr 2012-02-01T17:40:00+0100Arnsberg. Was als zivilrechtliche Auseinandersetzung zwischen Vermieter und ehemaligen Mietern begann, erlebte Dienstagabend mit einer Rangelei mit einem krankenhausreifen Verletzten den vorläufigen Höhepunkt. Darin involviert ein Kommunalpolitiker als Vermieter.
Was als zivilrechtliche Auseinandersetzung zwischen Vermieter und ehemaligen Mietern begann, erlebte Dienstagabend mit einer Rangelei mit einem krankenhausreifen Verletzten den vorläufigen Höhepunkt. Darin involviert ein Kommunalpolitiker als Vermieter.
Nun aber ist zunächst die Polizei am Zuge. „Die Ermittlungen laufen“, sagte deren Sprecher Stefan Trelle, dessen Kollegen gleich mit drei Streifenwagen angerückt waren. Vorsichtshalber. „Denn als der telefonische Alarmruf einging, waren im Hintergrund lautstarke Handgreiflichkeiten zu vernehmen.“
Der Polizei liegen jetzt zwei Anzeigen auf dem Tisch. Trelle: „Die des Vermieters wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung, die der Mieter wegen Hausfriedensbruch und Körperverletzung. Zudem haben sich beide Parteien in der Vergangenheit bereits wechselseitig wegen Beleidigung angezeigt.“ Was jedoch von der Staatsanwaltschaft wegen fehlenden öffentlichen Interesses eingestellt worden sei.
Komplizierter Streit
Dem handfesten Gerangel soll ein zivilrechtlicher Streit um u.a. die Herausgabe von Wohnungsschlüsseln und den Zugang zu noch in der Wohnung befindlichen Möbeln zu Grunde liegen.
Die Mieter selbst, ein Paar, sind nach WP-Informationen vor geraumer Zeit aufgrund von Streitigeiten in die Nachbarschaft umgezogen, haben aber in der nun leeren Wohnung noch Eigentum zurückgelassen und verfügten - zumindest bis Dienstag - über den Wohnungsschlüssel.
Wegen des akuten Kälteeinbruchs hatte sich der Vermieter nach eigener Angabe - „weil man mir den Schlüssel verabredungsgemäß nicht übergeben hatte“ - Dienstagabend Zugang zur Wohnung verschafft, um die Heizung in Betrieb zu nehmen.
Ermittlungen laufen
Was von den Ex- Mietern beobachtet wurde, die daraufhin das Haus betraten, um, so deren Sohn, sich eben dieses zu verbieten. Dabei wurde laut Polizeisprecher Stefan Trelle die Tür zugehalten und der Vermieter eingesperrt. „Vermutlich, um bei Eintreffen der Polizei dessen Eindringen in die Wohnung zu dokumentieren.“
Über das sich bis zu deren Erscheinen entwickelnde Geschehen - inzwischen waren laut verschiedener Aussagen weitere Mieter des großes Gebäudes mit im „Geschäft“ -, gibt es unterschiedliche Aussagen. Fakt ist: Der kurz zuvor am Knie operierte Ex-Mieter kam zu Fall und musste gestern erneut operiert werden. An dieser Rangelei aber nicht beteiligt war wohl der Kommunalpolitiker: „Damit habe ich absolut nichts zu tun“. Was auch von einem Angehörigen der Ex-Mieter der WP gegenüber so bestätigt wurde.
Nun ermittelt die Polizei. Und die zivilrechtliche Kabale könnte möglicherweise in einem Strafprozess enden.

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