Es „brummt“ in Arnsberg

Das innerörtliche touristische Leitsystem wurde optimiert.
Das innerörtliche touristische Leitsystem wurde optimiert.
Foto: Ted Jones
Was wir bereits wissen
  • Ruhrtalradweg stabiler Motor für Tourismus
  • Erfolg als Reiseveranstalter mit Komplett-Paketen
  • Fokus jetzt auch auf Wandertourismus

Arnsberg..  Ein besseres Fazit für 2015 kann man aus Sicht des Verkehrsvereins nicht ziehen: „Wir sind sowohl mit der Entwicklung des Tourismus als auch mit der Resonanz auf unsere eigenen Veranstaltungen sehr zufrieden,“ sagt Mitarbeiterin Annette Baumeister. Der Verkehrsverein schloss zudem mit einem leichten Jahresüberschuss von 1 394 Euro ab.

Einziges Manko: Die Zahl der Übernachtungen war leicht rückläufig. Dies aber wohl nur ein Ausrutscher. Denn: Der Trend im laufenden Jahr geht schon wieder in die andere Richtung - nach oben (wie bereits berichtet). Dennoch, unterstreicht Baumeister, fehle vor Ort ein größeres Hotel.

Als touristischer Motor mit hoher Drehzahl für Arnsberg zeigt sich weiterhin der in 2015 mit vier Sternen ausgezeichnete Ruhrtalradweg. Um der Resonanz Rechnung zu tragen, hat der Verkehrsverein die acht Ruhrtalradweg-Portale im Stadtgebiet komplett erneuern lassen - mit u.a. Lageplan des jeweiligen Ortes, Ortsbeschreibung und vielen wichtigen Informationen. Auch die E-Bike-Ladestationen sind anschaulich ausgewiesen.

Einziges Manko: Großes Hotel fehlt

In diesem Zuge haben sich zur Qualitätssicherung 15 Betriebe in Arnsberg nach den Kriterien von „bett + bike“ zertifizieren lassen. Mit vielen Vorteilen für Gäste und Anbieter. Neu ist auch das „Radeln nach Zahlen“. Dabei können sich die Radtouristen locker-leicht an bestimmten Knotenpunkten spontan eine individuelle Route zusammenstellen. „Das ist eine sehr schöne Sache,“ sagt Baumeister.

Erfolge kann der Verkehrsverein darüber hinaus als Reiseveranstalter vorweisen - durch die „Erlebnistour an der Ruhr“ und „Rendezvous an der Ruhr“ - als Komplettpakete. Die Nutzer seien damit sehr zufrieden. „Dies dokumentiert das positive Feedback, die gute Empfehlungsrate und die Zahl der Wiederholer.“ So konnte 2015 hier der Nettoumsatz mit 58.591 Euro um 10 Prozent gesteigert werden. Der Nettoerlös lag bei 17.756 Euro.

Der Wandertourismus boomt in Deutschland. Um daran vor Ort zu partizipieren, befindet sich der Verkehrsverein in intensiven Gesprächen mit „Sauerland-Tourismus“, SGV und dessen Ortsabteilungen sowie benachbarten Städten und Gemeinden. Mittelfristiges Ziel: die Teilnahme am flächendeckenden Wanderwege-Leitsystem im Sauerland. „Dem messen wir eine hohe touristische Bedeutung zu.“

In diesem Zusammenhang auch geplant: Der Poesiepfad Rumbeck soll unter dem Qualitätsbegriff „Komfortweg Sauerland“ positioniert werden. Das Highlight unter den Arnsberger Wanderwegen ist der „Kurfürstliche Thiergarten“. In 2017 soll die Möglichkeit geprüft werden, diesen als Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“ zertifizieren zu lassen. Was deutschlandweite Aufmerksamkeit bescheren würde.

Stabile Frequenzbringer sind die Stadtführungen - besonders am Freitagabend mit „sehr guten Zahlen von 16,5 Gästen durchschnittlich“. Und weil die neue Gaststättenwelt in Arnsberg inspiriere, ist für 2017 eine „Kulinarische Stadtführung“ in Planung. Auch das Rittermahl im Knappensaal brummt wieder: Die Steigerung von 2014 auf 2015 beträgt bei insgesamt 834 Teilnehmern 24,2 Prozent. Umgesetzt wurde auf Initiative des Verkehrsvereins in 2015 die Erneuerung und Ergänzung des innerörtlichen touristischen Leitsystems.

Ein besonderer Dank des Verkehrsvereins geht an Peter Cramer und Hermann Rath, die mit ihrer ehrenamtlichen Initiative für die Sanierung der Giebelbeleuchtung und damit für die dauerhafte Verschönerung der historischen Kulisse von Alter Markt bis Neumarkt gesorgt haben.

Vision „Lederne Brücke“

Die „Sage von der Ledernen Brücke“ Wirklichkeit werden lassen als einen touristischen Magneten der Extraklasse. In absehbarer Zukunft. Diese Vision verfolgt der Verkehrsverein auf Basis der Idee von Wolfram Blanke (wir berichteten ).

Um nun einmal interessierten Arnsbergern ein solches Erfolgsprojekt in der Realität zu demonstrieren, laden Verkehrsverein, Volksbank Sauerland und unsere Zeitung zu einer Informationsreise und Besichtigungstour zur Geierlay-Hängebrücke im Hunsrück ein. Dieses Bauwerk - die Ideengeber wurden dort zunächst für verrückt erklärt - hat im ersten Jahr des Bestehen deutlich über 300.000 Besucher in Ort und Region gelockt.

Busfahrt in Hunsrück

Die Busfahrt zur Geierlay-Brücke ist Sonntag, 30. Oktober, und startet um 8 Uhr am Neumarkt. Die Kosten pro Person betragen 15 Euro. Der Fahrpreis ist so günstig, weil die Volksbank die Hälfte der Kosten trägt.

Es sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen beim Verkehrsverein unter 02931-4055