Erster Verdachtsfall im Sauerland
28.04.2009 | 20:00 Uhr 2009-04-28T20:00:00+0200Im Hochsauerlandkreis gibt es einen ersten Verdachtsfall auf Schweinegrippe. Das bestätigte gestern das Gesundheitsamt des HSK. Ein erwachsener Mann, der von einer Reise aus Mexiko zurückkehrte, erkrankte mit den typischen Symptomen. Derweil laufen im Kreis und den Städten Vorbereitungen gegen mögli
„Es ist eher ein halber Verdachtsfall”, sagte Kreis-Sprecher Martin Reuther im Gespräch mit der WR. Der Mann, dessen genauer Wohnort aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht nicht genannt wurde, weist die formellen Kriterien auf, die vom Robert-Koch-Institut als Verdachtsfall angenommen werden. Damit ging der Mann am Wochenende zum Arzt. Allerdings: „Es bestand keine Notwendigkeit zur Behandlung”, sagt Reuther. Weil nach Meinung der Ärzte keine Ansteckungsgefahr von dem Mann ausgeht, durfte er auch nach Hause und musste nicht in Quarantäne.
Sicherheitshalber wurden aber Laboruntersuchungen angeordnet, mit deren Ergebnis heute gerechnet wird. Die Kontaktpersonen des Mannes konnten ermittelt werden. Sie wurden behandelt und stehen unter Beobachtung, berichtet Reuther.
Erwartet wird, dass sich der Verdacht bei dem Mexiko-Rückkehrer nicht bestätigt. Dr. Kleeschulte, Leiter der Gesundheitsamtes: „Es besteht aktuell keine Gefahr für die Menschen im Sauerland.”
Schon vor vier Jahren hatte der Hochsauerlandkreis als einer der ersten Landkreise einen Pandemieplan verabschiedet. Er regelt insbesondere, was die Behörden zu koordinieren haben, welche Vorbereitungen Krankenhäuser treffen müssen und wie Massen-Impfungen vorgenommen werden sollen.
„Es besteht aktuell keine Gefahr im Sauerland”
So wird zum Beispiel eine Rufbereitschaft rund um die Uhr beim Gesundheitsamt eingerichtet, Ärzte und Krankenhäuser werden auf notwendige Schutzmaßnahmen für Beschäftigte und Patienten hingewiesen. Seit gestern die Warnstufe 4 ausgerufen wurde, müssen die Krankenhäuser u.a. ihren Vorrrat an persönlicher Schutzausrüstung kontrollieren und gegebenenfalls aufstocken. Das ist offenbar auch schon geschehen. „Wir haben schon am Montag u.a. mit unserer Hygienefachkraft besprochen, was wichtig ist”, sagt Dr. Martin Bredendieck vom Karolinenhospital in Hüsten. So wurde auch in der hauseigenen Apotheke Vorräte an Mundschutz, Handschuhen wie auch Medikamenten kontrolliert.
Sollte es einzelne Fälle von Erkrankungen geben, wäre das Arnsberger Marienhospital erste Adresse, um diese Personen aufzunehmen, weil dort eine spezielle Infektionsabteilung mit Schleusen besteht.
Noch gibt es keinen Grund zu weiteren Schritten, berichten die beteiligten Behörden. „Verdachtsfälle wie diesen hier im Sauerland wird es in den nächsten Tagen noch zahlreiche geben”, vermutet Martin Reuther. Jeder, der die Symptome einer Grippe aufweist und aus Gebieten wie Mexiko kommt, ist verdächtigt und wird gemeldet.

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... und demnächst trinken wir nur noch destilliertes Wasser und sterben am Blütenstaub ...
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Schweinegrippe primär durch Trinkwasser ausgelöst
Unstreitig verbreitet sich die Schweinegrippe sekundär von Mensch zu Mensch. Aber: Schweinebestände sind, wie in Fachkreisen bekannt ist, jahreszeitlich unterschiedlich mit 30% (Sommer) bis 80% (Winter) mit Influenza durchseucht, auch in Deutschland. Die Influenza kann durch kaltes Trinkwasser primär ausgelöst werden. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z.B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Ultrafiltration des Trinkwassers für 0,50 Euro je Person und Monat ist erforderlich.
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