Erneuter Austritt aus CDU-Fraktion

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Was wir bereits wissen
Trotz aller Nachbeben geht im Rathaus in Sundern die Vorbereitung der Bürgermeisterwahl voran.

Sundern..  Die Gemeindeordnung regelt die Wahl des Bürgermeisters einer Kommune. Die Neufassung sieht vor, dass der neue Amtsträger von Sundern auf eine Zeit von fünf Jahren gewählt wird. Damit erfolgt dann zum Jahre 2020 wieder gemeinsam mit der Kommunalwahl auch wieder eine Bürgermeisterwahl. Unterdessen bebt Sundern politisch nach, seit die CDU ihren Verzicht auf Amtsinhaber Detlef Lins verkündet hat.

Wählbar ist, wer am Wahltag Deutscher nach Artikel 116 des Grundgesetzes ist oder wer die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes besitzt. Außerdem muss er eine Wohnung in Deutschland, das 23. Lebensjahr vollendet haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sein. Soweit die trockene juristische Seite der Medaille. Denn natürlich wird in diesen Tagen in Sundern heftig über die Lins-Nachfolge diskutiert. Die Weichen für die Wahl hat der Rat schon am 10. Februar, also zwei Wochen vor dem Vertrauensentzug der Mehrheitsfraktion, gestellt. Interessant dabei: Stefan Lange (CDU) stellte seinen Sitz im zehnköpfigen Wahlausschuss dem Linken Siegfried Huff zur Verfügung. Dieser hatte an die von den fünf Fraktionen benannten Mitglieder appelliert, durch Überlassung eines Mandates den Wählerwillen zu spiegeln. In Kürze wird dann die Wahlbekanntmachung für den 13. September in unserer Zeitung veröffentlicht: „Darin wird dazu aufgefordert bis zum 27. Juli Vorschläge für Kandidaten zum Bürgermeisteramt zu machen“, berichtet Heinz Schröder vom Fachbereich Organisation und Personal.

Drei Parteien haben sich erklärt

Bislang haben erst drei Parteien erklärt, dass sie wohl einen Kandidaten stellen werden, das sind die SPD und die FDP, und natürlich die CDU. Wie sich Grüne, Linke, und die WISU verhalten, ist unbekannt. Es ist natürlich auch - wie von Michael Stechele (SPD) in unserer Zeitung am Dienstag angeregt - die Unterstützung eines Kandidaten durch alle oder einige Oppositionsparteien möglich.

Wie sich die Personalie Lins auf den politischen Raum weiter auswirkt, ist derzeit offen: Bekannt wurde, dass nun auch der Langscheider CDU-Ratsherr Michael Pelllmann aus der Fraktion ausgetreten ist. Ob das bei Sachentscheidungen im Rat nachwirkt, bleibt abzuwarten. Am 10. März soll über den Stadtetat entschieden werden.