Erneute Haftstrafe für Einbruch in das Arnsberger Kino

Ein schlechter Film: Einbruch ins Kino!
Ein schlechter Film: Einbruch ins Kino!
Foto: Kristina Mader
Was wir bereits wissen
Beim Einbruch in das Residenz-Kino in Arnsberg hinterließ der Täter eine Blutspur. Das Gericht verurteilte ihn zu acht Monaten Haft ohne Bewährung.

Arnsberg.. Der 36-jährige Angeklagte wurde zur Verhandlung am Arnsberger Landgericht aus der Justizvollzugsanstalt vorgeführt. Er sitzt zurzeit dort noch bis Februar 2015 eine achtmonatige Freiheitsstrafe ab. So war es jedenfalls vorgesehen: wenn da nicht dieser erneute Prozess – wieder wegen Eigentumsdelikten – gewesen wäre.

Für ihn war es zur Tatzeit am 1. Oktober 2012 dumm gelaufen, denn beim Einbruch in das Residenztheater an der Rumbecker Straße verletzte er sich und hinterließ eine Blutspur. Diese war für die Polizei zur Aufklärung des Vergehens sehr hilfreich. Die gewonnene DNA-Probe stimmte mit der des Angeklagten überein, die beim Landeskriminalamt gespeichert ist. Er hatte bereits nach einer anderen erheblichen Straftat eine DNA-Probe abgeben müssen.

Die Festnahme des Einbrechers war dann für die Polizei nur noch eine reine Routinesache. Der Staatsanwalt warf dem 36-Jährigen dieses Mal vor:

1. Über das Dach in die Kinoräume eingestiegen zu sein und aus ihnen etliche elektronische Gegenstände entwendet zu haben.

2. Aus dem Innenhof des Kinos zwei Fahrräder mitgenommen zu haben und

3. Aus der Wohnung der Mutter seines Freundes Bargeld und Schmuck gestohlen zu haben.

Einbruch in Bank Den letzten Punkt bestritt der Arnsberger, doch aufgrund der präzisen Aussage der Wohnungsinhaberin als Zeugin wurde er eindeutig überführt. Er besaß damals sogar einen Wohnungsschlüssel, weil er hin und wieder auf die Hauskatze aufpasste. Die Zeugin nahm es ihm besonders übel, dass er als Freund des Hauses diese Situation ausnutzte und sogar den Ehering der Zeugin hatte mitgehen lassen.

Der Staatsanwalt beantragte eine Freiheitsstrafe von nochmals acht Monaten ohne Bewährung. „Der Angeklagte ist schließlich erheblich und einschlägig unter anderem wegen räuberischer Erpressung vorbestraft und hat nur dort ein Geständnis abgelegt, wo man ihn sowieso überführt hätte“, machte er deutlich.

Obwohl sein Verteidiger vorgab, sein Mandant sei damals volltrunken gewesen und habe zusätzlich noch Drogen konsumiert, vermochte er die Verurteilung, so wie sie der Staatsanwalt sie gefordert hatte, nicht zu verhindern. Das Gericht sprach im Urteil die acht Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung aus. „An eine Bewährung ist bei dem skrupellosen Vorgehen des Angeklagten nicht zu denken“, erklärte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.