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Hochbegabung: Wege zu Rat...

"Eltern nicht im Regen stehen lassen"

05.02.2010 | 13:00 Uhr

Arnsberg. Das Kind langweilt sich, gibt den Klassenclown oder schreit ständig nach neuem Futter fürs Hirn - das könnte auf Hochbegabung hindeuten.

„Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn nicht an jeder Grundschule hochbegabte Kinder wären”, sagt Reiner Ahlborn, Leiter der Bodelschwingh-Grundschule in Arnsberg.

Wie man Hochbegabung erkennt, wo es Rat und Hilfe gibt - das will Ahlborn mit dem Familienzentrum Schreppenberg Eltern aufzeigen. Zu der Veranstaltung am Donnerstag, 25. März, um 20 Uhr in der Bodelschwingh-Grundschule sind alle Interessierten eingeladen. Dabei sein wird Elisabeth Nawroth aus Holzwickede, zweite Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind.

Drei Kinder mit besonderer Begabung besuchen die Bodelschwingh-Schule derzeit, ein viertes kommt im Sommer dazu. Längst nicht immer bestätigt sich der Verdacht Hochbegabung - nur zwei Prozent der Kinder fallen in diese Kategorie. Mehr als früher seien das nicht, meint Reiner Ahlborn, nur schaue man heute genauer hin. Probleme in Kindergarten und Schule bereiten oft die „Ungleichzeitigkeit von intellektueller und sozial-emotionaler Entwicklung”, weiß er. Im Klartext: Im Kopf ist das Kind um Jahre voraus, aber vom Verhalten her ist es altersgerecht entwickelt.

Heike Wiesenberg vom Gesprächskreis für Eltern hochbegabter Kinder in Arnsberg und Edith Pehl-Neujahr, Leiterin des Familienzentrums Schreppenberg, betonen, man wolle die „Eltern nicht im Regen stehen lassen”. Schwierig sei oft herauszufiltern, ob ein Kind wirklich hochbegabt sei oder von den Eltern überfordert werde.

Und die Diagnose Hochbegabung hat Folgen, so Reiner Ahlborn: „Damit muss ich als Eltern meinen Lebensplan umstrukturieren oder sogar umschmeißen.” Genau da wollen die Organisatoren Eltern erste Hilfsangebote aufzeigen.

Anmeldung: bis 18. März im Familienzentrum Schreppenberg, E-Mail kindergarten@heilig-kreuz-arnsberg.de oder 02931/6808.

Angelika Beuter

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