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Abi-Mottowoche

„Einfühlsame Toleranz“ und Vertrauen in Schüler-Vernunft

15.03.2016 | 07:00 Uhr
„Einfühlsame Toleranz“ und Vertrauen in Schüler-Vernunft
Mottowoche in Mariengymnasium: Start mit dem „Anti Ich“Foto: Ted Jones

Arnsberg/Sundern. Arnsbergs und Sunderns angehende Abiturienten starteten am Montag ihre Mottowochen. Thema dabei waren auch die Eskalationen bei vorgezogenen Abi-Feiern in Köln. Heimische Gymnasien setzen auf die Vernunft ihrer Schüler, unterstützt durch „kurze Ansagen, was geht!“.

Am Arnsberger Mariengymnasium eröffnete das Thema „Anti Ich!“ die Mottowoche. Die letzte Schulwoche, vor den Osterferien, in den die angehenden Abiturienten wechselnd verkleidet zum Unterricht kommen, ist normalerweise allerdings unproblematisch.

„Wir müssen da mit einfühlsamer Toleranz gucken, was der Schulgemeinde präsentiert wird“, sagt Schulleiterin Annemarie Ostermann-Fette, „Reibungspunkte gehören dazu. Es geht nicht alles über das Regelwerk“. Sie setzt auch auf den guten Kontakt der Stufenleiter zu den angehenden Abiturienten. „Es sind immer auch witzige kreative Sachen dabei!“, so die Schulleiterin. Bei aller Vor-Abifreude oder dem späteren Jubel über die geschaffte Reifeprüfung gäbe es aber auch klar definierte Grenzen, die nicht überschritten werden dürften. Alkoholkonsum, Selbst- und Fremdgefährdung seien tabu.

Am Franz-Stock-Gymnasium in Hüsten wurden die Schüler bei der Stufenversammlung von den Abitur-Beratungslehrern auch über die Spielregeln bei den Ritualen rund um Mottowoche und Abi-Sturm informiert. „Schriftlich haben wir aber nichts gemacht“, so Schulleiter Dr. Andreas Pallack. Es gäbe ja auch eine Hausordnung.

Relativ entspannt

Relativ entspannt sah gestern Karl-Hermann Rollke, Direktor des städtischen Gymnasiums Sundern, die Lage: „Unser Beratungslehrer Rudolf Tebbe hat die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld eingewiesen“, berichtete er über die Vorarbeit. Und wie immer in den vergangenen Jahren seien die Gespräche, in denen die Schüler der Schulleitung auch ihre Ideen für die letzte Unterrichtswoche mitteilen, in einem „einvernehmlichen Miteinander gelaufen“, so Rollke. Die Ideen seinen alle sehr harmlos im Vergleich mit den Kölner Vorfällen.

So hat man sich nicht ein Motto für die ganze Woche gesetzt, sondern es gibt jeden Tag einen andern Schwerpunkt, der hieß gestern „Kindheit“.

Matthias Schäfer und Martin Haselhorst

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„Einfühlsame Toleranz“ und Vertrauen in Schüler-Vernunft
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2016-03-15 07:00
Arnsberg