Einflussnahme auf Entscheidungen der Telekommunikations-Konzerne nicht möglich

Arnsberg..  Die Stadt Arnsberg hat beim Ausbau eines leistungsstarken Internets nur begrenzte Möglichkeiten des eigenen Handelns. Die Entscheidungen fällen die großen Telekommunikations-Unternehmen (wir berichteten). „Wir können und wollen aber unterstützen“, sagt Bürgermeister Hans-Josef Vogel. Es sei auch wichtig,, weiter einvernehmlich im Gespräch mit den Konzernen zu bleiben.

Untätig ist man daher nicht: Die Stadtwerke verlegen seit mehreren Jahren bei wichtigen Baumaßnahmen entsprechende Leerrohre mit, die neben dem Eigennutzen auch einer späteren Nutzung für die Verlegung von Glasfaserinfrastrukturen ermöglichen.

Das, so Marc Padberg (Geschäftsbereichleiter Energieservice bei den Stadtwerken), treffe aber nicht auf alle Bereiche zu. „Wo die beiden Netzbetreiber bereits ausreichend Kapazitäten und auch Leerrohre vorliegen haben, verzichten wir aus ökonomischen Gründen auf eine Mitverlegung, wenn eine spätere Nutzung auch von unserer Seite ausgeschlossen ist“, so Marc Padberg.

Die Daten von neuverlegten Streckenabschnitten melden die Stadtwerke jährlich der Bundesnetzagentur. So können potenzielle Nutzer diese abfragen und in ihre Ausbaupläne einbeziehen.

Mehr ist momentan nicht zu machen: „Am Ende bleibt aber auch die klare Einsicht, dass wir nur Vorarbeiten für einen flächendeckenden Breitbandausbau leisten können“, so Marc Padberg, „die Entscheidung über einen Ausbau liegt leider in den jeweiligen Konzernspitzen und gerade bei der deutschen Telekom ist zur Zeit spürbar, dass eine Einflussnahme der Stadt oder der Stadtwerke nicht möglich ist“.