Eine Familie trifft den richtigen Ton

Arnsberg..  Immer wieder Appelhans. Kaum eine Preisträgerliste verschiedenster lokaler Musikwettbewerbe ist ohne den Namen „Appelhans“ zu finden. Das letzte Mal erst vor ein paar Tagen: Die 17-jährige Magdalena Appelhans qualifizierte sich durch eine erfolgreiche Teilnahme beim Regionalwettbewerb für den Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“.

Das musikalische Talent liegt in der Familie. Magdalena macht es ihren Geschwistern, die bereits alle gut vorgelegt haben, nach. Seit die Arnsbergerin fünf Jahre alt ist, spielt sie schon ein Instrument. Begonnen hat sie zwar mit der Geige, doch als sie zwölf Jahre alt war, wechselte sie zur Bratsche. Je nachdem, wie es mit der Schule passt, übt sie jeden Tag eine Stunde.

Neben dem Bratschenunterricht bei der Musikschule des Hochsauerlandkreises nimmt sie zusätzlich Musiktheorieunterricht und Klavierunterricht, um sich für die Aufnahmeprüfung an einer Universität vorzubereiten. „Ob ich dann später wirklich Musik studiere, weiß ich aber noch nicht genau“, erzählt die Schülerin des Gymnasiums Laurentianum Arnsberg. In ein paar Monaten macht sie ihr Abi. Ganz nebenbei spielt Magdalena noch beim Landesjugendorchester NRW und beim Jugendsinfonieorchester HSK.

Für die Musik ist sie viel unterwegs. Doch auch wenn es so scheint, verbringt Magdalena nicht jede freie Minuten allein mit ihrer Bratsche. Ein weiteres Hobby ist Badmintonspielen.

Vorbilder hat sie in der eigenen Familie: Nicht nur Magdalena beherrscht mit Erfolg ihr Streichinstrument, auch ihre beiden Schwestern Dorothee und Stephanie spielen beide Geige. Für sie ist es nicht nur Freizeit, sondern beide studieren auch Geige.

Schwestern studieren Musik

Die noch 23-jährige Stephanie Appelhans studiert in Berlin und ist im Moment mit dem Studenten-Austauschprogramm „Erasmus“ im Ausland in London. In der Vergangenheit hatte sie bereits ein Praktikum bei einem großen Rundfunkorchester gemacht. Die gemeinsame Schwester Dorothee Appelhans studiert an der Musikhochschule in Lübeck. Üben für sich selber muss sie täglich deshalb drei bis vier Stunden. Dazu kommen noch Proben mit Ensembles. Zum Beispiel ist Dorothee in einem festen Streichquartett. Darüber hinaus ist sie noch Mitglied des Bundesjugendorchesters und des Hochschulorchesters.

Seit die 20-jährige Dorothee Appelhans studiert, beschäftigt sie sich noch mehr mit ihrer Geige, weil es jetzt ihre Hauptaufgabe sei. „Das tägliche Üben und an sich arbeiten ist natürlich super anstrengend und man stößt schon öfter mal an seine Grenzen, gerade weil die Konkurrenz nicht schläft“, fügt sie hinzu. Doch Spaß machen tue es eigentlich immer. In ihrer Zukunft würde sie am liebsten in einem festen Orchester spielen, ein bisschen Kammermusik machen und vielleicht sogar ein bisschen unterrichten.

Bruder Lukas spielte Cello

Die drei Mädchen haben noch einen Bruder: Auch Lukas Appelhans hat früher Cello gespielt, aber konzentriert sich im Moment eher auf den Gesang als Hobby.

Alle Appelhans-Geschwister haben mehrmals beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ mitgemacht. Zu dritt haben sie ohne Magdalena am Bundeswettbewerb teilgenommen. „Lena“ war zu der Zeit noch zu jung. Stephanie und Dorothee traten alleine schon mehrmals beim Bundeswettbewerb an.

„Wir sind ja viel mit Musik aktiv und passiv aufgewachsen“, erzählt Dorothee Appelhans, „wir haben früh angefangen Instrumente zu spielen und haben viel Musik zu Hause und bei Konzerten gehört“. So haben die vier früh eine musikalische Grundbildung erhalten und viele musikalische Erfahrungen gemacht. Mutter Angelika Ritt-Appelhans ist selber Organistin und hat den familiären Anstoß zur Musik gegeben. Alle landeten beim Streichinstrument. „Stephanie hat damit angefangen, Geige zu spielen. Und wir haben es ihr nachgemacht“, erzählt Magdalena, „wir fanden das irgendwie cool“.