Ein schneller Weg für Radler durch die Stadt

Dieser Pfad zwischen Bergheimer Weg und Jahnallee in Neheim soll asphaltiert werden.
Dieser Pfad zwischen Bergheimer Weg und Jahnallee in Neheim soll asphaltiert werden.
Foto: Ted Jones

Arnsberg..  Der Rad-Express-Weg Arnsberg (RXA) nimmt Gestalt an. Für die geplante schnelle Alltagsverbindung zwischen Voßwinkel und Alt-Arnsberg werden allerdings noch einige bauliche Veränderungen nötig sein. Einige Maßnahmen laufen bereits.

„Es geht darum, direkte Wege, die jetzt schon gefahren werden, für Radfahrer sicherer zu machen“, erzählt Katrin Henneke. Gemeinsam mit Manfred Schäfer tüftelt sie schon seit Monaten an Details der Strecke. Im vergangenen Jahr hat sich auch schon das Planungsbüro Davids Terfrüchte & Partner daran gesetzt, die Potenziale eines Schnellradweges durch die Stadt zu ermitteln. „Um den alltäglichen Radverkehr zu stärken, ist es nötig, die Reisegeschwindigkeit und den Fahrkomfort zu steigern“, heißt es in dem Gutachten. Innerörtliche Verbindungsqualitäten seien zu optimieren. Handlungsschwerpunkte müssten definiert und Alternativmöglichkeiten der Streckenführung gegeneinander abgewogen werden.

Darauf sind nun einige geplante Maßnahmen auch ausgelegt - und auch Abwägungen hat es schon gegeben: Konkret soll schon bald der viel genutzte geschotterte Rad- und Fußweg zwischen Bergheimer Weg und Jahnallee asphaltiert werden. Der aus Voßwinkel kommend vorgelagerte schmale Weg zwischen Ohl und „In der Kuhle“ ist zudem als zu eng ausgemacht. „Eventuell können wir ihn durch etwas Grundstücksankauf verbreitern“, so Manfred Schäfer.

Nebenbei wird aktuell an der Kleinbahnstraße in Hüsten im Zuge von Kanalarbeiten auf Höhe der Firma Desch auch eine neue Radspur auf die dann etwas verbreiterte Straße aufgebracht. Hier werden sich konkret Verbesserungen für die Radfahrer ergeben.

Fest geplant ist eine größere Maßnahme an der Sauerlandstraße in Niedereimer. Im Zusammenhang mit Ruhr-Renaturierungsarbeiten soll ein neuer eigenständiger Radweg straßennah auf der Ruhrseite gebaut werden. Das würde eine Querung der Straße ersparen. Nötig wäre aber der Bau eines neuen Brückenbauwerkes über den Wannebach.

Geplant und kalkuliert werden könnte diese Maßnahmen als Gesamtpaket im kommenden Jahr. Fördermöglichkeiten dürfte es aber, so Manfred Schäfer, erst in 2018 geben. Schäfer rechnet mit einem siebenstelligen Betrag, inklusive der Ruhr-Renaturierung. Profitieren von dieser Maßnahme würde allerdings nicht nur eine neue RXA-Trasse, sondern der touristisch nachgefragte Ruhrtal-Radweg, der ab RLG-Ruhrbrücke in Hüsten deckungsgleich mit dem Radschnellweg ist.

Alternativroute zum Ruhrtalradweg

„Viele Strecken sind ja schon da“, sagt Manfred Schäfer, „jetzt geht es darum, sie qualitativ auszubauen“. Im Bereich Neheim solle zudem für den stark frequentierten Ruhrtal-Radweg eine Alternativroute angeboten werden. Daher wird auf dem RXA der Radverkehr im Bereich Neheim auch bewusst auf der anderen Ruhrseite hergeführt.

Zwischen Jahnallee und Berliner Platz gibt es sogar Überlegungen, dass jetzige Bachbett des Baumbaches zur Radtrasse zu machen. „Im Gespräch mit unseren Umweltfachleuten sind wir da schon“, so Manfred Schäfer.

Ein favorisierte Lösung gibt es schon für die Beschilderung des RXA. Markierung in einem helleren blauen Farbton sind angedacht. An Straßenlaternen angebracht sollen sie die Navigation auf der neuen Route erleichtern. Startpunkt soll die Urbanus-Kirche in Voßwinkel, Zielpunkt der Neumarkt in Alt-Arnsberg sein. An wichtigen Knotenpunkten sollen Abzweige in die großen Ortschaften und zum Ruhrtalradweg ausgewiesen werden. „Auf keinen Fall soll es aber einen Schilderwald geben“, verspricht Manfred Schäfer.