Ein „Obi für Frauen“ ist zu dürftig

Arnsberg..  „Kill me, Kate“ hieß es am Samstagabend in der Arnsberger Kulturschmiede in einem Ein-Frauen-Stück mit Inka Meyer. Sabine Schwarz war für unsere Zeitung als Kulturgast dabei. Sie schreibt:

Es war ein ausverkauftes Haus, man hätte vielleicht dennoch diejenigen, die an der Abendkasse noch warteten, mit einer zusätzlichen Stuhlreihe (sicherlich nicht erlaubt) rein lassen können.

Inka Meyer alias Nora startete mit einem Telefongespräch mit ihrem Ex. Ein Theaterkritiker. Sie kommt mit ihrem Handy auf die Bühne und lässt uns zuhören, wie sie ihn abserviert.

Männer nicht zu erschüttern

Später erklärt sie auch, warum (Untreue). Nora stellt uns nach und nach ihre Freundinnen vor, die alle der „Widerspenstigen Zähmung“ hinter sich haben, indem sie immer wieder telefoniert. Sie bezieht das Publikum gerne mit ein, in dem sie Fragen stellt. Zum Beispiel: „Wissen Sie, mein Herr, was Douglas ist? Also wenn nicht, dass ist ein Obi für Frauen!“

Nora erzählt, dass ihre Freundinnen – früher so rebellisch wie sie selbst – heute eher auf „Softis“ stehen. Frage ins Publikum: „Aber was ergibt sich, wenn aus einem Macho ein Softi wird? Ein Matschi!“

Inka Meyer gibt sich den ganzen Abend betont als „Emanze“! Die wenigen anwesenden Männer kann sie aber mit ihren oft „männerfeindlichen“ Sprüchen nicht erschüttern. Aber auch ihre Freundinnen bezeichnet sie als „Täterinnen am eigenen Geschlecht“. Nach der Pause beendete sie ihr Programm nach kurzer Zeit und stellt dann als Zugabe zwei Bücher vor, an denen sie mitgearbeitet hat.

Aus einem – „Essen kann jeder“ – liest sie vor. Sie bietet sie dann noch zum Verkauf an. Insgesamt jedoch hat uns die Vorstellung nicht überzeugt.

Einige Gäste sind wohl auch schon zur Pause gegangen.