„Ein Lächeln ist schon ein Erfolg“

Oeventrop..  Patricia Reinsch startet ein Hilfsprojekt für Schulkinder im Nord-Osten Namibias - um den Kindern dort einen besseren Schulalltag zu ermöglichen. Die 20-jährige Oeventroperin hatte nach dem Abitur am Laurentianum 2013 ein Freiwilliges Jahr in Namibias absolviert. Auch jetzt, nach ihrer Rückkehr und dem Beginn eines Studiums in Bonn, ist der Wunsch noch immer ungebrochen, den Kindern in diesem Teil Afrikas zu helfen.

„Der Unterschied dort zwischen Arm und Reich ist extrem. Die eher ländlichen Dörfer haben sehr wenig, die europäisch wirkenden Großstädte jedoch genug,“ sagt Patricia Reinsch. Grundprobleme der ärmeren Regionen seien verunreinigtes Wasser und mangelnde Grundausstattung in den Schulen. Unter Grundausstattung verstehe man jedoch nicht den Beamer in jedem Klassenraum, sondern für Europa selbstverständliche Dinge wie eine Toilette. Zudem könnten sich viele Mädchen und Jungen die Schuluniform nicht leisten.

Gemeinsame Aktion mit DRK

„Und aufgrund von Überschwemmungen müssen viele Kinder in Zelten neben der Schule übernachten, da der Weg nach Hause zu lang oder nicht mehr betretbar ist. Die Zelte sind in einem schlechten Zustand und völlig überfüllt,“ nennt Reinsch ein weiteres Problem.

In ihrem Internet-Blog schreibt die Oeventroperin: „Mein Ziel ist es, etwas Gutes zu tun. Schaffe ich es, einem Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, ist das schon ein Riesenerfolg.“ Die Zeit ihres Freiwilligen Jahres bezeichnet sie daher auch als die sinnvollste und schönste ihres Lebens, „denn die Menschen dort wissen die notwendige Hilfe wirklich zu schätzen“.

Auf Grund des ihrer Ansicht nach desolaten Zustandes der Schulen im Nordosten Namibias ruft die freiwillige Helferin nun gemeinsam mit dem Roten Kreuz ein Spendenprojekt ins Leben: „In den nächsten Semesterferien werde ich einen Monat nach Namibia fliegen, um direkt vor Ort zu helfen. Verbessern möchten wir alles, was mit dem Thema Schule - Bildung - Kinder zusammenhängt.“

Zudem erinnert sie daran, dass selbst eine kleine Spende helfe, denn was in Deutschland vielleicht als geringer Geldbetrag erscheine, könne dort viel verändern: „Mit 500 Namibischen Dollar können mehrere wichtige Anschaffungen gemacht werden. 500 Namibische Dollar sind aber nur 33 Euro.“

Außerdem weist Patricia Reinsch darauf hin, dass es nicht darauf ankomme, einen wahnsinnig großen Geldbetrag zu spenden, sondern dass möglichst viele Leute überhaupt etwas geben. Und die sozial engagierte Oeventroperin verspricht: „Ich garantiere mit 100-prozentiger Sicherheit, dass die Spendenbeträge in dem dortigen Krisengebiet eins zu eins ankommen.“

Ihr Projekt lässt sich jederzeit in ihrem Internet-Blog mitverfolgen. Dort berichtet sie Tag für Tag, was sie in Namibias erlebt. Ihr wichtigstes Anliegen: den Kinder einen besseren Schulalltag zu ermöglichen.