Ehrenamt auf Spenden der Banken angewiesen

Foto: (c) PantherMedia GmbH
Was wir bereits wissen
Kaum ein Bürger in Arnsberg und Sundern hat nicht schon einmal irgendwann und irgendwie von Spenden der Sparkasse und Volksbank für Vereine, Initiativen, Projekte und Veranstaltungen profitiert.

Arnsberg/Sundern..  Sie stopfen Löcher: Die beiden großen Bankinstitute der Region sind über ihre wirtschaftliche Bedeutung für Arnsberg und Sundern hinaus zu ganz wichtigen Geldgebern für ehrenamtliche, kulturelle und sportliche Aktivitäten in beiden Städten geworden. Vielfach springen sie dort ein, wo andere Geldquellen und öffentliche Zuschüsse völlig versiegt sind.

Vergleichbar sind die Zahlen aufgrund unterschiedlicher Strukturen der Banken - sowohl organisatorisch als auch räumlich - nicht. Beide stellen sich aber zweifellos der Verantwortung als regionale Banken. Oft kooperieren die Wettbewerber auch und machen zusammen Projekte möglich wie zum Beispiel bei der Ausstattung des Soleparks in Hüsten. Auch die Grundschul-Weltmeisterschaft im Sommer war von beiden Häusern maßgeblich unterstützt worden.

Die Sparkasse Arnsberg/Sundern spricht von einem Spendenvolumen in Höhe von 1 Millionen Euro pro Jahr seit dem Jahr 2008 - darin enthalten sind nach Auskunft von Sparkassen-Sprecher Matthias Brägas auch die Ausschüttungen aus der Sparkassenstiftung. „Das Geld bleibt ausschließlich in der Region“, sagt er. Schwerpunkte seien Forschung, Jugend, Umwelt, Soziales, Kultur, Sport und auch Veranstaltungssponsoring.

Als Genossenschaftsbank muss die Volksbank Sauerland anders rechnen. So fließen rund 150 000 Euro der sauerlandweit 250 000 Euro pro Jahr in den Raum Arnsberg und Sundern als Spenden. Dazu werden aber auch 722 000 der 1,1 Millionen Euro Dividende an Mitglieder in Arnsberg/Sundern ausgeschüttet.

„Als Bank in der Region für die Region unterstützen wir auf vielfältiger Weise das hohe Engagement vor Ort“, sagt Helmut Schulte, Sprecher der Volksbank Sauerland, „wir sind uns unserer gesellschaftspolitischen Aufgabe bewusst“. Neben kulturellen, caritativen, sportlichen und gemeinnützigen Initiativen wird jährlich auch eine Spende in Höhe von 65 000 Euro rotierend an ausgewählte Zielgruppen verteilt. In 2013 wurden die Feuerwehren im Geschäftsgebiet bedacht. „Gesellschaftliches Engagemen ist Teil unserer Philosophie“, sagt Schulte und verweist auch darauf, dass sich viele der 292 Mitarbeiter des Hauses ehrenamtlich engagieren. Ehrenamtlich tätige Mitarbeiter sind auch unter den 268 Beschäftigten der Sparkasse zu finden.

Die Sparkasse Arnsberg/Sundern schaffte zudem auch Grundlagen für nun fortlaufende Förderungen und Unterstützungen. So gab sie einst einmalig Kapital in die Bürgerstiftung Arnsberg (1 Mio. Euro), Bürgerstiftung Sundern (500 000 Euro) und in die Hospizstiftung (100 000 Euro). „Das Geld tut dort Gutes“, weiß Matthias Brägas.

Die Sparkasse als kommunales Geldinstitut hat Abführungen an die Kommunen zu leisten. So fließen im Jahr 2015 direkt in die Haushalte der beiden Städte 1,5 Millionen Euro und sorgen dort für ein wenig Entlastung - eine Millionen davon gehen in den Arnsberger Stadtsäckel, der Rest nach Sundern.

Die Liste, der Projekte, die von den beiden Geldinstituten in Arnsberg und Sundern profitierten, ist lang. Viele von ihnen waren auf die Banken als Geldgeber angewiesen, um ihre Vorhaben zu realisieren.