Dunkle Zebrastreifen vor den Schulen

Der Zebrastreifen ist in schlechtem Zustand.
Der Zebrastreifen ist in schlechtem Zustand.
Foto: Ted Jones
Was wir bereits wissen
Eltern machen sich Sorgen um die Schulwegsicherheit ihrer Kinder. Sie beklagen, dass der Zebrastreifen-Bereich auf der Haarstraße in der Dunkelheit zu schlecht ausgeleuchtet sei.

Arnsberg..  Zebrastreifen sollen sichere Straßenübergänge für Fußgänger sein. Vor allem Kinder werden früh trainiert, wie sie sich an den Fußgängerüberwegen zu verhalten haben. Das alles hilft aber wenig, wenn Schüler nicht gesehen werden. Eltern von Kindern der Johannes- und Adolf-Sauer-Grundschule und aus dem Liebfrauen-Kindergarten im Ortsteil Arnsberg machen sich Sorgen. Sie beklagen, dass der Bereich rund um den Zebrastreifen an der Haarstraße zu dunkel und zu gefährlich sei.

Am Montagmorgen trafen sich Schulleiterin Marion Beine und Kindergarten-Leiter Matthias Marx mit dem Ratsmitglied Verena Verspohl (Bündnis 90/Grüne) zu einem Ortstermin in aller Früh. Um halb acht nahmen sie eine Lichtmessung vor. „Es war noch sehr dunkel“, sagt Marion Beine. Die Lichtmessung hätte gerade am Zebrastreifen zum Kindergarten hin unter 4 Lux gelegen.

Zebrastreifen nachmarkieren

Während Marion Beine von der Diskussion in der Elternschaft - auch über die sozialen Netzwerke - eher überrascht worden war, beschäftigt sich Matthias Marx schon länger mit dem Thema. Vor zwei Jahren hatte er schon bei der Stadt Arnsberg darauf gedrängt, dass die auch jetzt wieder bröckelnden und auf dem Straßenbelag bei Dämmerung und Dunkelheit nicht gut erkennbaren Zebrastreifen zumindest nachgemalt werden.

Er hat festgestellt, dass die Autofahrer ohnehin oft nicht wüssten, wie man sich richtig an einem Zebrastreifen verhalte. Zudem werde vielfach das „Tempo 30“-Schild im Quartier völlig missachtet. Schlechte Sicht verschärft das Problem dann: „Es ist hier in der Bringzeit in den Wintermonaten schon ziemlich dunkel“, sagt er, „der Bereich ist nicht gut ausgeleuchtet“.

Der Kindergarten öffnet am Morgen um 7.15 Uhr seine Türen. Da ist es lange im Jahr noch dunkel. Die Kinder sind beim Übergang der Straße hier aber meist noch in Begleitung. Das ist bei den Grundschülern der Johannesschule und auch der benachbarten Adolf-Sauer-Schule anders. Schulbeginn an der Johannesschule ist um 8 Uhr. „Viele Kinder sind aber schon früher da!“, sagt Schulleiterin Marion Beine.

Und vielfach würden die Kinder auch alleine zu Fuß zur Schule gehen. Einen „Walking-Bus“ wie in einigen anderen Stadtteilen, in dem ehrenamtliche Eltern abwechselnd Kindergruppen auf dem Schulweg begleiten, gibt es an der Johannesschule nicht.

Oft sind aber auch Eltern selbst das Problem: „Kinder werden ja oft bis zur Schultür gefahren“, weiß Marion Beine. In der Facebook-Diskussion wird zudem kritisiert, dass Eltern oft direkt an den Zebrastreifen stehen und halten.

Politik ist aktiv geworden

Die Politik hat sich des Themas zumindest schon einmal angenommen: Verena Verspohl kündigte an, das Problem im Rathaus vorzutragen. Und auch Felix E. Werker (SPD) will die Zebrastreifen auf eine Liste von Gefahrenpunkten setzen, die dem nächsten Bezirksausschuss am 3. Februar vorgelegt werden soll. Angesprochen hat er nach eigener Aussage auch bereits die Servicefirma der Straßenbeleuchtung.