Dieses Jahr besonders international am Weltfrauentag

Sie präsentieren das Motto der diesjährigen Veranstaltung zum Internationalen Frauentag: Uschi Plenge, Sylvia Müller-Dörfler, Gabi Heers, Renate Hock, Sabine Kleine und Monika Holtappels (von links).
Sie präsentieren das Motto der diesjährigen Veranstaltung zum Internationalen Frauentag: Uschi Plenge, Sylvia Müller-Dörfler, Gabi Heers, Renate Hock, Sabine Kleine und Monika Holtappels (von links).
Foto: Ted Jones/WP
„Frau trifft Frau“ – unter diesem Motto lädt das Frauenbildungsnetzwerk für den 7. März ins Anton-Schwede-Haus ein.

Neheim.. Frauen verschiedener Nationalitäten haben sie schon immer angesprochen. Doch in diesem Jahr wird die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag ganz besonders international sein: Unter dem Motto „Frau trifft Frau“ lädt das Frauenbildungsnetzwerk am Montag, 7. März, ins Anton-Schwede-Haus ein. Das Ziel: eine Begegnung zwischen deutschen Frauen und Flüchtlingsfrauen. „Sie sollen in schöner Atmosphäre ins Gespräch kommen und voneinander lernen“, sagt Sylvia Müller-Dörfler von der Volkshochschule Arnsberg-Sundern.

Dolmetscher vor Ort

Damit diese Begegnung gelingt, werden am Tag der Veranstaltung Dolmetscher mit vor Ort sein. Leicht verständliche Bilder sind auf dem Veranstaltungsflyer zu finden. Die Angebote sind außerdem auf verschiedenen Sprachen aufgeführt: auf Englisch, Französisch, darunter sogar auf Arabisch und einer afghanischen Sprache. Gestaltet wurde dies von Carmen Tripke-Westhoff, von der Frauenberatungsstelle des Vereins Frauen helfen Frauen Arnsberg e. V.

Zum Thema „Stabilisierung im Alltag“ will der Verein in diesem Jahr im Rahmen der Veranstaltung beraten, um Frauen, die Gewalt erlebt haben und unter Panikattacken leiden, einfache Hilfestellungen zu geben. „In der Regel tut es Frauen gut, sich zum Beispiel einfache Atem- oder Achtsamkeitsübungen anzueignen, um sich selbst zu beruhigen“, berichtet Diplom-Pädagogin Uschi Plenge. Ein weiteres wichtiges Thema des Vereins, der auch Flüchtlingsfrauen berät, werden Frauenrechte sein, damit diese Frauen auch wissen was sie einfordern können.

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Wenn ein Austausch zwischen Frauen verschiedener Herkunft stattfinden soll, steht natürlich auch die Sprache im Fokus: Die VHS möchte das bestehende Angebot bezüglich der deutschen Sprachförderung kommunizieren. Denn: „Man geht leichter auf Menschen zu, wenn man jemanden schonmal gesehen hat“, sagt Sylvia Müller-Dörfler. Gleichzeitig soll es auch um die Bildungsangebote aus den Bereichen Fremdsprachen, Gesundheit, Kreativität oder berufliche Weiterbildung gehen.

Um kleine individuelle Sprachübungen, auch zum Thema Kinderbetreuung, will sich die Katholische Bildungsstätte für Erwachsenen- und Familienbildung bemühen. Außerdem wollen sie auf den Frauengesprächskreis aufmerksam machen: „Auch Flüchtlingsfrauen haben die Möglichkeit, so etwas kennenzulernen, um in unsere Kultur hineinzuwachsen und etwas von ihrer Kultur zu teilen“, so Gabi Heers. Zudem berät die Katholische Bildungsstätte zu den sogenannten PEKIP-Kursen.

Kochprojekt in Planung

Um die Themen Essen und Kochen kümmert sich die kfd. Deswegen wird es am 7. März nicht nur Fingerfood im Anton-Schwede-Haus geben. Die Frauen wollen gemeinsam kochen. „Daraus soll auch ein Projekt entstehen, dass hier weitergestaltet wird“, berichtet Renate Hock, stellvertretende Vorsitzende vom kfd-Bezirk Arnsberg.

Über die Ehrenamtlichen will das Frauenbildungsnetzwerk die Veranstaltung kommunizieren, sodass sie interessierte Frauen in den Flüchtlingsunterkünften erreicht. Auch Fahrgemeinschaften sind daher angedacht.

„Wir sind daran interessiert, möglichst viele Frauen zu gewinnen“, sagt Sylvia Müller-Dörfler. Das große Spektrum der Nationalitäten würde es in diesem Jahr zumindest gut möglich machen.