Die Talsperre – ein Stausee mit Geschichte

Sundern..  Steigender Wasserbedarf nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und die Erfahrungen aus der Trockenperiode 1920/21 – das waren damals die Gründe für eine Talsperre im Sorpetal. Deshalb fasste der damalige Ruhrtalsperrenverein (RTV) den Entschluss, das Tal zu fluten. Vor bald 90 Jahren begann der Bau der Sorpetalsperre. Neun Jahre lang – von 1926 bis 1935 – sollten die Arbeiten dauern.

Die Sorpetalsperre ist ein sogenannter Überjahresspeicher. Als solcher werden Stauseen bezeichnet, deren Speichervermögen größer ist als die jährliche Zuflussmenge – das heißt: Es dauert länger als ein Jahr, bis der See „voll“ ist.

Da das Sorpetal nur gering besiedelt war, mussten nur wenige Personen und landwirtschaftliche Betriebe umgesiedelt werden. Auch ein für die Umgebung wichtiges Mahl- und Sägewerk musste weichen. Es wurde unterhalb der Talsperre wieder aufgebaut und gleichzeitig auf den elektrischen Betrieb umgestellt.

Luftangriffe beschädigten den Damm

Während des Zweiten Weltkrieges haben Luftangriffe im Mai 1943 und Oktober 1944 den Sorpedamm stark beschädigt. Zunächst notdürftig geflickt, konnte der Schaden erst in den 1950er Jahren behoben werden: Nach Vorarbeiten von 1956 an wurde die Talsperre im Februar 1959 komplett entleert – und damit der Blick auf das alte Tal noch einmal frei. Erst im Sommer 1961 war der Sorpesee wieder gefüllt und stand der Wasserwirtschaft wieder zur vollen Verfügung.