„Die Nummer eins im Dorf“ ist Oeventrop

Schützenfest Oeventrop 2015
Schützenfest Oeventrop 2015
Foto: Ted Jones/WP
Was wir bereits wissen
Danny Flinkerbusch schießt in Oeventrop den Vogel ab. Zusammen mit Beriwan Welter regiert er nun die St. Sebastianus Bruderschaft. Leon Jaekel holte den „Geck“ von der Stange. Beide „Meisterschützen“ kommen aus der Kompanie Oeventrop.

Oeventrop..  Und da sangen sie, die Mitglieder der Kompanie Oeventrop aus der Bruderschaft St. Sebastianus. „Die Nummer eins, die Nummer eins, die Nummer eins im Dorf sind wir“, schrien raue Kehlen und hoben ihren Danny Flinkerbusch in die Luft. Der hatte am Montagmorgen um 10.09 Uhr mit dem 89. Schuss den Vogel abgeschossen und wurde neuer Oeventroper Schützenkönig. Seine Freundin Beriwan Welter regiert als Schützenkönigin an seiner Seite. Keine halbe Stunde später rundete Leon Jaekel das Kompanie-Glück ab, als er den „Geck“ herunterholte. Die Kompanien Dinschede und Glösingen hatten auch hier das Nachsehen.

Spannung durch brutales Reglement

Das Oeventroper Reglement garantiert Spannung: Jede Kompanie pro Durchgang drei Schuss hintereinander, verteilt auf ihre Kandidaten. Das ist die Reihenfolge, die manchmal auch brutal sein kann. Wie nun, als ausgerechnet Ingo Wiesehöfer und Josef Berghoff aus der Glösinger Kompanie in ihrem Durchgang den von Joachim Dolle gebauten Vogel mit den Schüssen 86 bis 88 so zerlegten, dass er nur noch an einer einzigen Holzspanfaser an der Schraube hing. Danny Flinkerbusch zielte genau, schoss, traf und wurde Schützenkönig.Schnell an seiner Seite stand Beriwan Welter - seine 23-jährige Freundin aus Oeventrop.

Für die Kompanie Glösingen waren Ingo Wiesehöfer und Josef Berghoff, für die Oeventroper neben dem neuen König noch Christian Frohwein und Christoph Schmidt und die Dinscheder Kompanie Konrad Buchheister, Benjamin „Mümmel“ Bräutigam und Ferdi Geiz angetreten. Einige von ihnen starteten einen wiederholten Anlauf auf die Königswürde - anders als Danny Flinkerbusch, der erstmalig unter der Vogelstange stand. Sein Oberst Johannes Bette hatte dieses Glück nicht. „Ich habe sechsmal geschossen“, erzählt er. König wurde er dennoch nie. „Hier gibt es keinen Oberst-Bonus“, so Bette.

Zu den ersten Gratulanten des neuen Königs gehörte der abgelöste Regent Bernd Siedhoff. „Jetzt tut es doch ein wenig weh“, sagte er. Das Jahr als König habe er sehr genossen. Mit dem Vogelschießen zur Ermittlung des Nachfolgers wurde der Schlusspunkt gesetzt.